Die Reise mit dem Gleitschirm um die Welt
» Reiseberichte, Tag 470 bis 479, Kambodia, Vietnam «
Tag 470, 21.05.2002, wolkig, 35 Grad
Gleich morgens gings zur chinesischen Botschaft, doch wir muessten die Paesse 4 Tage dort lassen, was aber nicht moeglich ist, da wir morgen bereits Richtung Kambodia reisen wollen.

Tag 471, 22.05.2002, sonnig, 35 Grad
Um 7.30 Uhr gings los: 3 Tage wollen wir mit Bus und Boot das Mekong Delta und die Lebensweise der Vietnamesen auf dem Land erkunden. Zuerst ging es zum schwimmenden Markt nach CaiBe. Dann weiter durch unzaehlige Seitenkanaele zu einem kleinen Ort, um die Herstellung verschiedener Reisprodukte sowie Kokoss-Bonbons zu begutachten. Verena´s Vater brachte uns vor 2 Jahren genau diese Bonbons von seinem Vietnam-Urlaub mit! Kurz noch durch Vinh Long City, der groessten Stadt im vietnamesischen Mekong-Delta, gebummelt, bevor wir in Can Tho unser Nachtlager aufschlugen. Zum Abendessen gab es Schlangen-Schnaps - UUUUGGGH!!! Tote Schlangen werden in Alkohol eingelegt und das Ergebnis spaeter getrunken....

Tag 472, 23.05.2002, sonnig, 35 Grad
Um 7 Uhr waren wir schon beim schwimmenden Markt in Cai Rang. Hunderte Boote schwimmen auf dem Mekong Fluss und deren Besitzer kaufen und verkaufen Fruechte, Gemuese, Reis, Fisch, Fleisch und alles andere fuer den taeglichen Bedarf! Spaeter ging es zu einem Storch-Nistplatz, wo tausende Stoerche voruebergehend ihr Lager aufschlugen. Hoffentlich kommt kein Storch zu uns.... Nachmittags stand eine 5-Stunden-Bootsfahrt nach Chau Doc auf dem Programm. Im Sonnenuntergang glitten wir den Mekong Fluss Richtung Cambodia hinauf.

Tag 473, 24.05.2002, sonnig, 36 Grad
Morgens fuhren wir in einem fuer Vietnam typischen Ruderboot den Fluss hinauf, um einen kleinen Ort zu besuchen. Dort wurden wir ins taegliche Leben und die Arbeit der Dorfbewohner eingefuehrt. Ausserdem sahen wir Fischfarmen, die aus im Fluss schwimmenden Haeusern bestehen. Nochmals 3 Stunden Bootstour und wir standen an der Grenze zu Cambodia. Nach Erledigung der Formalitaeten "mussten" wir weitere 1,5 Stunden in einem Mini-Speedboot und 2 Stunden im Bus ausharren, bis wir endlich Phnom Penh, die Hauptstadt Cambodias, erreichten. Das Schnellboot, das uns haette direkt in die Stadt bringen sollen, ging leider kaputt! Mit Booten haben wir wohl kein Glueck! Nun leben wir in einem kleinen Hostel am See, in der Naehe des Zentrums.

Tag 474, 25.05.2002, sonnig bis wolkig, 35 Grad
In Phnom Penh gibt es ein recht interessantes Museum, das Tuol Sleng - oder auch S 21 genannt. Dieses einstige Schulgebaeude wurde vom Khmer Regime Mitte bis Ende der 70er in eine Art KZ umgewandelt, wo tausende Asiaten gefoltert und ermordet wurden. Zum Glueck gibt es neben diesen Schreckensschaupaetzen in Phnom Penh auch Schoenheiten, wie den Koenigspalast und Tempel zu besichtigen.

Tag 475, 26.05.2002, sonnig mit Schauer, 35 Grad
Mit dem Schnellboot donnerten wir 6 Stunden den Fluss entlang, quer durch halb Kambodscha, bis wir Siem Reap - Ausgangsort zu den weltberuehmten Tempeln von Angkor - erreichten. Zwischendurch ging dem Boot natuerlich der Sprit aus, bzw. die Benzinleitung hatte ein Loch - was uns bei unserem Glueck mit den Booten nicht wunderte! Aber wir schafften es nach 8 Std. doch, unser Ziel zu erreichen...

Tag 476, 27.05.2002, wolkig mit Schauern, 33 Grad
Fruehmorgens machten wir uns auf zu den Tempeln von Angkor (UNESCO Weltkulturerbe). Wir mieteten uns ein Moped mit Fahrer und liessen uns von einem Tempel zum anderen fahren. Da es davon so viele und so grosse gibt, reicht ein Tag nicht aus, um alles zu sehen. Der 3-Tages-Pass sollte uns genuegend Zeit geben, all diese bis zu 1.000 Jahre alten Bauwerke zu begutachten.

Tag 477, 28.05.2002, sonnig mit Schauern, 35 Grad
Diesmal machten wir uns per Fahrrad auf den Weg durch die bis zu 500 (!) Tempel. Mit der Zeit sehen sie jedoch alle gleich aus und so beschraenkten wir uns nur noch auf die ganz grossen. Leider macht uns die gerade beginnende Regenzeit einen Strich durch die Rechnung: puenktlich um 14 Uhr schuettet es wie aus Kuebeln und unterbindet somit jede Moeglichkeit, etwas zu unternehmen.

Tag 478, 29.05.2002, sonnig mit Schauern, 34 Grad
Ein letztes Mal waren wir noch bei den Tempeln, morgen soll es per Bus wieder nach Phnom Penh zurueck gehen.

Tag 479, 30.05.2002, sonnig, 35 Grad
Um 6.30 Uhr holte uns der Kleinbus ab, um zurueck nach Phnom Penh, Kambodschas Hauptstadt, zu fahren. Fuer die 300 km brauchten wir 11 Stunden, da die "Strasse", eine der Hauptverbindungen, zum groessten Teil ungeteert ist oder aus gebrochenem Teer besteht. Die holprige Fahrt fuehrte uns quer durchs Land, an unzaehligen ausgetrockneten Reisfeldern vorbei, die durch ihre immense Weite fast den Eindruck entstehen liessen, man sei in der Steppe Afrikas. Wie wir sehen konnten, sind die Leute auf dem Land wesentlich aermer, als die in den Staedten bzw. Touristenzentren, scheinen aber dennoch ein glueckliches Leben zu fuehren. Verena liess ihre 2 Paar alten Schuhe (auch Isabells Turnschuhe....) in einem kleinen Ort und erntete viele leuchtende Augen dafuer!

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