Die Reise mit dem Gleitschirm um die Welt
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Tag 400, 12.03.2002, sonnig, 29 Grad
Keine Schirme mehr, also arbeiteten wir am Computer, schrieben Reiseberichte und bearbeiteten unsere Digitalfotos. Abends kochte Leopold wieder einmal feinstes Essen fuer uns alle. Vielen Dank an Poidl.

Tag 401, 13.03.2002, sonnig, 32 Grad
Stefan war heute mit Verenas Carbon unterwegs, waehrend sie immer noch auf ihren Schirm wartet, der vor 5 Wochen in Oesterreich abgeschickt wurde. Schon sehr traurig, 6 Wochen in den besten Fluggebieten Australiens und erst einen Flug gemacht.

Tag 402, 14.03.2002, sonnig, 30 Grad
Heute stellte sich raus, dass Verenas Schirm seit 4 Wochen beim Zoll in Sydney liegt. Nach vielen langen Telefonaten sind wir nun soweit, dass der Schirm kostenlos an uns nachgeschickt wird. Hoffen wir es!! Am Nachmittag waren wir Tandemfliegen. Wir starteten um 14 Uhr und flogen in knapp drei Stunden noch 84 km. Dieser Wind wird uns echt sympathisch!! Einzig das Autostoppen zurueck nach Manilla ist nicht so einfach. Der Verkehr auf Australiens Nebenstrassen ist doch recht spaerlich.

Tag 403, 15.03.2002, sonnig, 28 Grad
Dieser Tag ging wieder fuer organisatorische Sachen drauf. Wir bereiteten uns auf unsere Abreise morgen vor. Waschen, Auto vom Staub befreien, putzen.... Abends war grosse Abschiedsparty, denn morgen verlassen alle unsere Bekannten Manilla. Auf Wiedersehn Poidl, Wolfgang, Harry, Andi, Wolfgang 2, Carl, Anna, usw....

Tag 404, 16.03.2002, sonnig, 30 Grad
Vormittags gings los Richtung Norden, immer der Sonne nach. Wir hatten ein kleines Problem mit unserem Auto, es hatte ploetzlich keine Power mehr. Zuerst konnten wir nichts finden, doch am Abend, nach 600 km, fand Stefan das Problem: Ein Kabel hatte sich geloest. Kaum angesteckt, lief er wieder perfekt. Uebernachtet haben wir in der Naehe von Lismore.

Tag 405, 17.03.2002, sonnig, 30 Grad
Nach dem Fruehstueck fuhren wir nach Nimbin, dem Hippiedorf im Hinterland der Ostkueste. Uns wurde in 5 min. 5 x Marihuana angeboten und da sowas nichts fuer uns ist, verliessen wir den Ort wieder und duesten nach Byron Bay. Etwas verspaetet, da wir die kleinen Strassen anstatt des Highways waehlten, kamen wir dann doch dort an. Wir besichtigten das Cape Byron, den oestlichsten Punkt des australischen Festlands, im Schnelldurchlauf, um uns dann an den Beach zu legen und schwimmen zu gehen. Genialer, weisser Puderzuckersand, badewannenwarmes Wasser, tuerkisfarben und 12 Delphine zogen an uns vorbei! Abends fuhren wir noch weiter nach Canungra, wo wir die naechsten Tage fliegen wollen.

Tag 406, 18.03.2002, sonnig, 29 Grad
Morgens versuchten wir, vom Mount Tamborine zu fliegen - jedoch Rueckenwind. Also weiter nach Beechmont, wo der Wind ganz gut war. Ganz zufaellig schneite auch noch Gavin vorbei, ein junger Pilot aus Brisbane, den wir vor einigen Montaten (Tag 201) in Canada kennengelernt hatten. Wir flogen gemeinsam ein wenig auf dem langweiligen Huegel rum - hier uebrigens als Berg bezeichnet - bevor gemeinsam Abendessen im Park gekocht wurde.

Tag 407, 19.03.2002, sonnig, 33 Grad
Brandon, ein Pilot aus Brisbane, welchen wir in Bright kennengelernt hatten, gesellte sich heute noch zu uns dreien und schon gings ab nach Beechmont - schon wieder! Der Wind kam jedoch von hinten und so gings ab zum Strand. Schwimmen hat ja auch was! Gavin verliess uns gegen Abend und Brandon zeigte uns Surfers Paradies (nur Hotelburgen, von Paradies wenig zu sehen....) und anschliessend sein Haus in Brisbane, wo wir am Ende auch uebernachteten.

Tag 408, 20.03.2002, sonnig, 35 Grad
Brandon fuhr schon wieder nach Manilla, kann wohl nicht genug kriegen vom Staub - und wir fuhren in die Innenstadt. Verenas neuer Schirm ist auch angekommen, somit kann Stefan in Zukunft mit ihrem Carbon fliegen. Brisbane ist eine schoene und vorallem gemuetliche Stadt: wenig Verkehr, viele Shops, Parks, Cafes und Fussgaengerzonen.

Tag 409, 21.03.2002, sonnig, 34 Grad
Eigentlich sollte in Australien der Herbst beginnen, was aber bei diesen Temperaturen schwer vorstellbar ist! Wir fuhren in die Glasshouse Mountains, da diese auf direktem Weg ins Fluggebiet Maleny lagen. Wir konnten drei verschiedene Startplaetze, alle mit perfekten Flugbedingungen, ausfindig machen. Aber es war nicht ein einziger der 5 Kontaktpersonen zu erreichen. Leider sind viele Fluggebiete in Australien sehr sensibel, d. h. es muss Erlaubnis von Farmern eingeholt werden, es bestehen Flugbeschraenkungen usw. Somit verliessen wir die Region, ohne geflogen zu sein, aber schwer enttaeuscht. Nachdem Stefan durch seine Aktion in Bright (Feuer ...) wahrscheinlich schon in ganz Australien bekannt ist, wollten wir nicht riskieren, Aerger zu bekommen. Also fuhren wir auf kleinen Nebenstraesschen nach Rainbow Beach. Gerade noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang waren wir am Startplatz. Natuerlich war der Wind zu stark und die Wetter- bzw. Windvorhersage fuer die naechsten Tage auch nicht sehr gut. Na prima! Dann wurden wir auch noch von der Polizei verfolgt, als wir uns nach einem Schlafplatz umschauten. So mussten wir 8 km ausserhalb uebernachten. Wohl nicht unser Tag heute ...
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Bilder zu diesen Reiseberichten:
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