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Reiseberichte, Tag 40 bis 49, Chile, Argentinien
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Tag 40, 17.03.01, sonnig-wolkig-Regen, WIND, 15 Grad
Heute hat das typische patagonische Wetter zugeschlagen und wir hatten ca. 50 km/h Wind im Ort! Ans Fliegen war nicht zu denken. Also wieder ein Ruhetag zum Reiseberichte schreiben, Kartenspielen und lesen.
Tag 41, 18.03.2001, sonnig, 20 Grad
Spät aber doch ging es heute endlich nach EL BOLSON (130 km südlich von Bariloche). Ernesto, der örtliche Flugschulleiter nahm uns mit! Der Wind war jedoch zu stark und wir entschieden uns zu einer kleinen Trekkingtour in die Berge, nachdem wir unsere Rucksäcke am Startplatz im Wald versteckt haben. Als wir gegen Abend wieder zurueckkamen, war der Wind leider nicht schwächer geworden, so mussten wir nach dem Sonnenuntergang per Truck wieder zum Landeplatz fahren. Zumindest haben wir das schöne Fluggebiet vom Boden aus betrachtet und konnten den Sonnenuntergang am Startplatz genießen.
Tag 42, 19.03.2001, sonnig 20 Grad
Nach 9 Tagen haben wir beschlossen, Bariloche zu verlassen und uns auf den Weg nach Chile zu machen. Per Bus ging es über den 1.380 m hohen Paso Cardenal Samore zur argentinisch-chilenischen Grenze. Nach einer ausgiebigen Kontrolle haben sie uns doch einreisen lassen.... Nach 7 Stunden Fahrt kamen wir am Abend in Valdivia an und nisteten uns mit 2 Schweizer Weltreisenden, die wir im Bus kennengelernt haben, in einem Backpacker ein.
Tag 43, 20.03.01, sonnig, 20 Grad
Nachdem Valdivia nicht viel zu bieten hatte, entschieden wir uns gleich zur Weiterfahrt nach Santiago. Schnell die Tickets gekauft und am Abend gings schon ab. 12 Stunden Fahrt für 4000 Pesos = ca. 15 DM. Mittlerweile werdet Ihr Euch fragen, was aus dem Mietwagen geworden ist. Wir haben zwar ein gutes Angebot von LatinoCamper bekommen, doch auch 200,-- DM/Tag für einen Geländewagen mit Schlafmöglichkeit ist für uns noch zuviel. Daher haben wir uns entschlossen, ganz Südamerika per Bus zu erkunden.
Tag 44, 21.03.01, regnerisch, 14 Grad
Eigentlich dachten wir, 850 km nördlich von Valdivia, wärmeres Wetter zu haben. Doch auch Santiago ist herbstlich. 14 Grad und bewölkt bis regnerisch. Was solls, wir bummelten durch die Shoppingstraßen und ließen uns von der südamerikanischen Straßenmusik begleiten. Am Vormittag haben wir uns übrigens bei HERTZ Autovermietungen bzgl. eines Mietwagens erkundigt. Kleinste Klasse (Toyota Yaris) würde uns knappe 3000,-- DM fuer drei Wochen kosten!!! (ohne Benzin und nur 100 km pro Tag) Also bleibt es definitiv beim Busfahren.
Tag 45, 22.03.01, bewölkt, 16 Grad
Wetter kaum merkbar wärmer, Bewölkung gleich! Wir wollen weiter. Morgen gehts per Bus nach Mendoza - also nochmal zurück nach Argentinien. Wir müssen mit dem Bus über einen 3.285 m hohen Pass,direkt in Sichtweite des höchsten Berges Südamerikas - des Aconcagua. Wir wollen von Mendoza aus eine Trekkingtour machen, um in die Nähe dieses 6.962 m hohen Berges zu kommen. Mal schauen, ob es uns gelingt....
Tag 46, 23.03.01, sonnig, 20 Grad
Von Santiago aus fuhren wir mit dem Busüber den Pass nach Mendoza/Argentinien. Wir hatten im zweistöckigen Bus die vordersten Plätze im oberen Abteil, quasi die Logenplätze für eine Andenüberquerung! An der Grenze konnten wir den Höhenunterschied deutlich spüren. Leichtes Schwindelgefühl und weiche Knie - und das schon bei 3000 Meter!! Die Berge sind auf der chilenischen Seite eher steil, felsig und schroff. Kaum ein Grashalm hat hier eine Überlebenschance. Die argentinische Seite, auf welcher auch der Aconcagua steht, ist nicht ganz so felsig und daher für Trekking wesentlich besser geeignet. Die Landschaft ist eher grünlich, nur zum Teil mit steilen Felsen durchzogen, welche sämtliche Farben der Natur vorweisen. Es war wohl unsere beeindruckenste Busfahrt!
Tag 47, 24.03.01, sonnig, 24 Grad
Mendoza ist eine ruhigere Stadt (im Vergleich zu Santiago). 90 % der argentinischen Weinproduktion findet in der näheren Umgebung Mendozas statt. Hier wäre heute übrigens Bombenflugwetter. Die Basis ist sauhoch und bewegt sich kaum von der Stelle. Wir haben die Schirme natürlich in Santiago gelassen, da wir hier eigentlich nur zum Trekken hergekommen sind. Die Doofen bestraft die Welt zuerst!
Tag 48, 25.03.01, sonnig - SCHNEEFALL 18 - 2 Grad
Um 7 Uhr fuhren wir mit dem Bus wieder Richtung Santiago zum "Parque Provincial de Aconcagua". Zu Fuß machten wir uns auf den Weg zum Basislager. Gegen 12 Uhr, wir kamen gerade an, startete eine Tour zum Gipfel. Wir schlossen uns natürlich an und erreichten den Gipfel auf 6962 Meter um 17.30 Uhr. Der Wind war perfekt, ca. 20 km/h von NW. Wir packten die Schirme aus und starteten raus. Eine halbe Stunde soarten wir am Gipfel herum. Verena wiegt nur 50 Kilo und ist daher bei Soaringverhältnissen immer ein wenig besser als ich. Sie konnte auf ihrem Vario die 7000 Meter Grenze durchbrechen. Genau 7007 Meter speicherte das Vario ab. Um 19 Uhr landeten wir wieder unbeschadet im Basislager.
Tag 49, 26.03.01, sonnig, 24 Grad
Heute ist wieder ein Faulenzertag. Rumhängen in Santiago und Tickets für die Weiterreise organisieren. Wäsche waschen, Internetten, Reiseberichte schreiben, und allen Doofen erklären, dass man nicht in einen Tag auf den Aconcagua gehen kann, dort auch noch runterzufliegen usw. Wir waren natürlich gestern nur auf den Weg ins Basislager, um uns den Berg ein wenig anzusehen. Der Weg ins Basislager dauert 12 Stunden, wir gingen also nur ein paar Kilometer, um wieder rechtzeitig zum Bus zu kommen. Das Timing war perfekt, den kaum saßen wir im Bus, wechselte das Wetter schlagartig von Sonnenschein auf Schneefall!! Kaum zu glauben, aber diesmal wirklich wahr.
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