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Reiseberichte, Tag 340 bis 349, Neuseeland
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Tag 340, 11.01.2002, sonnig, 24 Grad
Kaum in Queenstown angekommen, schauten wir beim Flight Park vorbei. Es wird langsam wieder Zeit in die Luft zu kommen und die Gegend ist bekannt fuer sein tolles Fluggebiet. So wie Queenstown fuer alles bekannt ist, was nur irgendwie mit Adventure oder Adrenalinkick zu tun hat. Fallschirmspringen, Bungee-jumpen (bis zu 134 m), Jet Boot fahren, raften oder Tandem Drachen- oder Gleitschirmfliegen. Alles wird geboten. Im Flightpark, geleitet von Angus (Neuseelaendischer Wettbewerbspilot) und Gitti (aus Zell am See und im 7. Monat schwanger), checkten wir die Wettervorhersage und die Formalitaeten ab. Anschliessend ging es zum Startplatz am Coronet Peak. Der Wind war leider nicht gerade rosig und so flog nur Stefan, waehrend Verena das Auto wieder runter fuhr. Der Flug war einigermassen o.K., ziemlich turbulent, aber schoen. Mal sehen, was das Wetter in den naechsten Tagen bringt. Abends erkundeten wir ein wenig den Ort der Extrem-Sportarten und duschten - wieder einmal umsonst - am Campingplatz.
Tag 341, 12.01.2002, bewoelkt, 20 Grad
Heute war Bungy Tag! Per Gelaendewagen wurden wir in den Skippers Canyon gebracht. Eine angsteinfloessende Strasse, z. Teil nur 50 cm breiter als das Auto, bis zu 200 m hohe, senkrechte Abhaenge. Im Canyon wartete die PIPELINE auf uns. Genau 102 m ueber dem Fluss, der sich durch die enge Schlucht schlaengelt, wurde hier waehrend der Goldgraeberzeit diese Rohrleitung verlegt. Heute wird sie nur noch zum Bungy-jumpen verwendet. Stefan war gleich der erste, der runter musste - oder durfte. Die Crew zaehlte von 5 runter und bei 1 sprang er mit aller Kraft soweit raus, wie nur moeglich. Kurz vor dem Auftreffen im Wasser spannte das Gummiseil und liess ihn wieder 70 m nach oben fliegen. Endlich ausgependelt, wurde er unten von einem Jet Boot abgeholt. Verena ist ja im Bungy-jumpen schon ein alter Hase, sprang sie doch schon vor 4 Jahren drei mal hier in Queenstown. Doch noch nie von dieser Hoehe. Dennoch, sie konnte es kaum erwarten. Die Crew begann wieder von 5 runter zu zaehlen, doch bei 4 war Verena schon im freien Fall. Mit wildem Geschrei stuerzte sie runter in die Schlucht und mit noch lauterem Geschrei kam sie wieder rauf geflogen. Somit haben wir unsere geplanten Adrenalinkicks schon zur Haelfte hinter uns - fehlt nur noch Fallschirmspringen.
Tag 342, 13.01.2002, wolkig, 24 Grad
Verena kam heute in den Genuss, mit einem Tandem-Drachen zu fliegen. "Etwas ungewohnt, die Sicht nach unten" meinte sie. Stefan gab sich mit seinem Carbon (NOVA) zufrieden: "Da hat man den Spass selbst in der Hand".
Tag 343, 14.01.2002, sonnig, 24 Grad
Morgens gaben wir unsere Schirme bei der Gondel Skyline ab, um selbst hochzulaufen. Der Wind am Startplatz war ziemlich stark und somit powerte es uns ordentlich weg. Gelandet wird auf dem Cricket Feld im Ort. Vom Fliegen noch nicht genug, gings am Nachmittag zum Coronet Peak. Dort trafen wir Berni Hoering und Thomas Dobrisek aus Oesterreich, die auch Fliegerurlaub in Neuseeland machen. Berni kannten wir bereits von frueher, da sie sich oefters mit der OESI-LIGA rumtreibt und Tom ist im Jahr 2001 die LIGA mitgeflogen.
Tag 344, 15.01.2002, bewoelkt, 23 Grad
Wir haben uns mit Berni und Tom getroffen, um am Coronet Peak zu fliegen. Vormittags gab es einen Gleitflug und nachmittags einen Thermikflug. Zwischendurch mussten wir wegen Regenschauern kurzzeitig pausieren. Abends kochten wir gemeinsam in der Tiefgarage des Supermarktes, da es aufgrund von Gewittern draussen nicht moeglich war. "Oba guat woas"!!
Tag 345, 16.01.2002, bewoelkt und Regen, 24 Grad
Vormittags kraxelten wir 4 gemeinsam zur Skyline rauf, die Schirme gingen wieder mit der Gondel voraus. Da der offizielle Weg weit aussen rum verlaeuft, wie wir ja von vorgestern wussten, nahmen wir die direkte Route, ohne Weg, unter der Gondel. Massenhaft Felsen, umgestuerzte Baeume, das steile Gelaende rutschig vom Regen, machte uns das Leben schwer. Belohnt wurde wir dafuer mit einem 5 min. Gleitflug. Verena wurde vom Neuseelaendischen Fernsehen interviewt und wir alle anschliessend beim Start gefilmt. Den Nachmittag verbummelten wir im Ort, da es regnete. Abends kochten wir wieder zusammen, diesmal sogar im Freien.
Tag 346, 17.01.2002, sonnig, 26 Grad
Gleich morgens fuhren wir nach Wanaka. Es war kein optimales Flugwetter, aber wir konnten dafuer am Mt. Iron den ganzen Tag lang soaren. Fliegen, einlanden, Kaffee trinken, fliegen, usw. Ausserdem lernten wir wieder viele neue Piloten kennen - ein Riesenspass....
Tag 347, 18.01.2002, bewoelkt und Regen, 24 Grad
Nachdem das angekuendigte Hoch sich doch wieder zu einem Tief verwandelt hat, blieb uns nur dasselbe wie gestern - Soaren am Mt. Iron.
Tag 348, 19.01.2002, sonnig und Regen, 25 Grad
Auch heute wird es kein Hammertag werden, so entschieden wir, an die Westkueste zu fahren. Die Wettervorhersage versprach fuer dort Sonne und so duesten wir los. Ueber den Haast Pass gings die Kueste rauf bis zum "Franz Josef Gletscher". Die Kueste empfing uns mit wolkenlosem Himmel, waehrend es in Wanaka regnete! So konnten wir den Gletscher bei schoenem Wetter bewundern - er kommt bis ca. 50 m Meereshoehe mitten in den Regenwald! Wo findet man sonst sowas??!! Abends wanderten wir noch um den Spiegelsee "Lake Matheson" beim Fox Gletscher. Leider waren die hohen Berge in Wolken gehuellt. Zu unserer Freude durften wir am Parkplatz campen - ganz offiziell!!
Tag 349, 20.01.2002, sonnig, 28 Grad
Um 6 Uhr klingelte der Wecker zum Sonnenaufgang am Spiegelsee. Ein traumhafter Tag - wolkenloser Himmel! Wir konnten phantastische Fotos vom Mt. Cook und Mt. Tasman machen, die sich im See spiegeln. Um den ersten schoenen Tag seit 3 Monaten an der Westkueste zu nutzen, leisteten wir uns einen 30-Minuten Hubschrauberrundflug zu den Gletschern und um den Mt. Cook und Mt. Tasman. Das war einfach - OHNE WORTE!!!! Dann fuhren wir noch zum Fox Gletscher, um ihn aus der Naehe zu bewundern. Durch den Mt. Aspiring Nationalpark, wo wir noch ein paar kleine Wanderungen machten, ging's zurueck nach Wanaka, wo wir uns wieder mit Bernie, Tom und Juerg Bass aus der Schweiz trafen.
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