Die Reise mit dem Gleitschirm um die Welt
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Tag 330, 01.01.2002, sonnig, 25 Grad
Ewald fuhr heute mit uns nach Picton, wo wir einige seiner Freunde, aus aus Unterjoch und Umgebung, trafen. Sie ziehen derzeit fuer ein paar Wochen durch Neuseeland. Zwei von ihnen sind auch Gleitschirmflieger und so hatten wir jede Menge Gespraechsstoff.

Tag 331, 02.01.2002, sonnig bis wolkig, 26 Grad
Nachdem wir uns von Ewald und seinen Freunden wieder verabschiedeten, fuhren wir die Ostkueste weiter nach Kaikoura und von dort ins Landesinnere nach Hanmer Springs. Dort gingen wir in den so bekannten Thermalquellen zum Baden. Uns grauste aber eher davor, da das Wasser sehr verschmutzt war. Kein Wunder, derzeit ins halb Neuseeland im Urlaub und alle Touristenziele sind von Besuchern ueberfuellt.

Tag 332, 03.01.2002, bewoelkt, Regenschauer, 22 Grad
Von Hanmer Springs fuhren wir ueber den Lewis Pass nach Westport, an die Westkueste. Die Fahrt fuehrte quer durch die Pampa, d.h. weit und breit keine Orte, nur Natur, soweit das Auge reicht. Am Cape Foulwind besuchten wir die Robbenkolonie und wanderten ein wenig, da es zur Abwechslung nicht regnete. Anschliessend fuhren wir Richtung Sueden, zum Paparoa NP und den Pancake Rocks. Die Kueste hier ist wild, alle Naturgewalten leben sich aus, Wind, Meer, Regen. Daher leben hier auch fast keine Menschen. Abends ging es nach Greymouth, wo es im Tailway Hotel fuer 3 $ Barbeque gab.

Tag 333, 04.01.2002, bewoelkt und Regen, 18 Grad
Beim Visitor Center in Hokitika erfuhren wir, dass beim Franz-Josef Gletscher bereits in der Nacht die Strasse gesperrt war - zuviel Regen. Auch fuer die naechsten 2 Tage war keine Besserung vorhergesagt und so machten wir etwas, was in Neuseeland einfach notwendig ist. Wir fuhren ueber den Arthurs Pass wieder an die Ostkueste, dem schoenen Wetter hinterher. Ueber Geraldine und Timaru fuhren wir nach Oamaru, zu den Blau-Pinguinen. Wenn es dunkel wird (hier derzeit nach 22 Uhr), kommen hunderte Pinguine zurueck an den Strand, um ihre Jungen in den Nestern zu fuettern. Dies ist die kleinste Pinguinart der Welt, sie sind nur ca. 25 cm gross.

Tag 334, 05.01.2002, regnerisch, 15 Grad
Leider war das Wetter heute an der Ostkueste auch nicht gerade glorreich. Von Oamaru fuhren wir, mit einem kleinen Stop bei den "Moeraki-Boulder", Felskugeln an einem Strand, direkt nach Dunedin. Nachdem es ein wenig nieselte, latschten wir durch die Innenstadt, besichtigten schoene, alte Gebaeude und ließen uns im Mc Cafe nieder. Am Nachmittag gings zur Otago Peninsula vor Dunedin, um ein wenig Wildlife zu beobachten. Gecampt haben wir an einem einsamen Strand umgeben von Schafen und Niemandsland...

Tag 335, 06.01.2002, wolkig & windig, 18 Grad
Vormittags schauten wir bei Angelika Landerer aus Unterjoch (schon wieder) vorbei, die in der Naehe von Clinton auf einem Bauernhof wohnt und auch dort arbeitet. Wir wurden von ihr und ihrem Freund Scott freundlich enpfangen und gleich koestlich bekocht. Ausserdem bekamen wir eine Aufklaerung ueber Neuseeland - Landleben mit allem was dazu gehoert. Nachmittags schauten wir den beiden zu, wie sie die 440 Kuehe molken. Abends wurden wir nochmals zum Essen eingeladen und spielten noch ein paar Brettspiele.

Tag 336, 07.01.2002, bewoelkt mit Regenschauern, 15 Grad
Eigentlich wollten wir heute ans suedlichste Ende von Neuseeland fahren, doch das Wetter spielt derzeit nicht so recht mit. Daher verbrachten wir viele Stunden vor dem Computer, um Euch gute Bilder liefern zu koennen.

Tag 337, 08.01.2002, wolkig, 20 Grad
Nachdem wir uns von Angelika und Scott verabschiedeten, fuhren wir in die Catlins im Suedosten und Sueden der Suedinsel. Einsame Gegend, Millionen Schafe, Farmen, Wasserfaelle, einsame Straende mit Seehunden und Gelbaugen Pinguinen und ca. 100 km Schotterstrassen. Beim "Catherdral Cove" hatten wir gluecklicherweisse Ebbe, sodass wir in die Hoehlen der Steilkueste laufen konnten. Der "Slope Point", suedlichster Punkt der Suedinsel und ca. halber Weg zwischen Aequator und Suedpol, durfte natuerlich nicht fehlen. Am Abend erreichten wir Invercargill, wo wir neben dem Friedhof campten, was Verena doch etwas makaber empfand.

Tag 338, 09.01.2002, bewoelkt, 21 Grad
Wir folgten weiter der "Southern Scenic Route" bis nach Te Anau, dem Ausgangspunkt fuer den Fjordland Nationalpark und den Milford Sound. Trotz der schlechten Wettervorhersage werden wir morgen eine Bootstour durch den Milford Sound machen.

Tag 339, 10.01.2002, sonnig, 24 Grad
Die letzte Nacht wurden wir von einer Moskito Armee heimgesucht. Um 3 Uhr morgens richteten wir ein Gemetzel an, mussten schlussendlich aber doch resignieren und das Moskitonetz (von Brettschneider) installieren. Gegen 8.30 Uhr fuhren wir bei bewoelktem Himmel Richtung Milford Sound. Zu unser Freude war auf der anderen Seite des zu ueberquerenden Passes schoenstes Wetter. Somit hat sich der Wetterbericht schon wieder getaeuscht. Es scheint so, als waere das Wetter hier in Neuseeland unberechenbar. Egal, wir hatten eine traumhaft schoene Bootsfahrt durch den Milford Sound. Zahllose Wasserfaelle stuerzten ueber senkrechte Felswaende ueber 150 m in den Fjord. Beeindruckend war die Vielfaeltigkeit der Region. Man hat Meer, Dschungel und Gletscher in Einem. Hier fallen pro Jahr im Durchschnitt 9 m Regen. In Zentraldeutschland fallen im Vergleich dazu nur 75 cm pro Jahr. Es gibt Tage, da fallen hier 75 cm, ja sogar bis zu 1 m Regen, in 24 Stunden! Kein Wunder, dass der Regenwald so gedeiht. Am Rueckweg nach Te Anau schauten wir noch bei ein paar Wasserfaellen, Schluchten und Seen vorbei. Abends ging es schon wieder weiter Richtung Queenstown.
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Bilder zu diesen Reiseberichten:
Neuseeland: Pinguin Neuseeland: Wir bei den Pancake Rocks Neuseeland: Schwer erkennbar, aber wir Neuseeland: Verena in der steilsten Strasse der Welt Neuseeland: Riesiger Wasserfall im Millford Sound Neuseeland: Weit weg von ueberall Neuseeland: Angelika und wir beide Neuseeland: Mitre Peak im Milford Sound Neuseeland: falscher Ort zur falschen Zeit Neuseeland: Wir beide vor dem Wasserfall in Milford Sound Neuseeland: Milford Sound Neuseeland: Gletscher im Milford Sound Neuseeland: Ueberall Touris Neuseeland: Unser Boot im Milford Sound


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