Die Reise mit dem Gleitschirm um die Welt
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Tag 280, 12.11.2001, sonnig, 32 Grad
Wir mussten nach der Regel: "Tonga-Time" 2 Std. auf das Boot warten, dass uns nach Uiha Island brachte. Dies sollte einer der besten Backpackerplaetze in Tonga sein. Wir hatten leider den schlechtesten Zeitpunkt erwischt. Vor zwei Wochen ist der Eigentuemer mit 34 Jahren an Hepatitis gestorben. Er hat sich anscheinend um alles gekuemmert, was mit Touristen zu tun hatte. Ausser Sarah, der Irin, die mit uns unterwegs ist, waren wir die einzigen Gaeste. Erst die zweiten nach Heses Tod.

Tag 281, 13.11.2001, sonnig bis wolkig, 29 Grad
Vormittags machten wir uns auf den Weg durch die beiden kleinen Orte der Insel. Zum ersten mal hatten wir das Gefuehl, keine dummen Blicke der Einheimischen auf un zu ziehen, sondern wir wurden ueberall begruesst und waren staendig von - nicht bettelnden - Kindern umringt. Am spaeten Nachmittag spielte Stefan mit einigen Einheimischen auf einen Rasen Tennis. Es war einfach einzigartig: Das Netz auf zwei Holzpfloecke gespannt, das vertrocknete, unebene Gras, welches jeden Ball verspringen lies, Schweine, Huehner und Hunde ueberquerten den Platz von Zeit zu Zeit und einmal fuhr der wohl einzige Truck der Insel quer durch.

Tag 282, 14.11.2001, sonnig, 31 Grad
Dieser Tag diente dem lesen, faulenzen und schnorcheln. Stefan und Sarah liefen sogar um die halbe Insel, um einen guten Platz zum Schnorcheln zu finden. Am Nachmittag war wieder ein Tennismatch angesagt, diesmal spielte Verena auch mit. Die Einheimischen hatten ihre wahre Freude beim Doppel mit den beiden "Palangies", dem tonganischen Wort fuer Auslaender. Besonders mit Verena, denn erstens kann sie gar nicht Tennisspielen und zweitens eine Frau beim Tennis, in Tonga undenkbar! Hier machen Maenner und Frauen noch getrennte Sachen in der Freizeit. Auch bei den Kavaparties sind keine Frauen erlaubt. Das Abendessen lies auch heute wieder zu wuenschen uebrig, ebenso das Fruehstueck. Alles in allem fuehlten wir uns hier nicht so wohl, vor dem Tod von Hese scheint es hier viel besser gewesen zu sein.

Tag 283, 15.11.2001, sonnig, 30 Grad
Um 5 Uhr frueh wurden wir wie jeden Morgen von den Kirchenglocken geweckt. Die Haehne kraehen hier die ganze Nacht und sind also kein Wecker. Nachdem wir so halb am wieder einschlafen waren, bekamen wir ploetzlich ein Erdbeben zu spueren. Die ganze Huette und das Bett bewegte sich. Mittags brachte uns das Boot nach Uoleva island, wo wir in Dianas Resort wieder eine kleine Huette bezogen. Nachdem Stefan wieder Fieber bekommen hat, verbrachte er den restlichen Tag im Bett.

Tag 284, 16.11.2001, sonnig, 32 Grad
Vormittags lagen wir am Strand beim lesen, den Nachmittag verbrachte Stefan wieder im Bett um hoffentlich wieder bald gesund zu werden.

Tag 285, 17.11.2001, sonnig, 31 Grad
Nachdem Stefan sich heute noch schlechter fuhlte und zum Fieber auch noch Schmerzen im rechten Unterbauch dazu kamen, befuerchteten wir einen entzuendeten Blinddarm. So fuhren wir so schnell wie moeglich (nach drei Stunden auf ein Boot warten) zurueck nach Pangai. Wir wollten eigentlich gleich weiter auf die Hauptinsel fliegen und von dort weiter nach Neuseeland, um eine eventuell notwendige Operation in einem zivilisierten Land durchfuehren zu koennen. Die Krankenhauser in Tonga sind eher zum Sterben als zum Lebenretten geeignet. Doch uns kam der Zufall zu Hilfe. Wir trafen in Pangai einen britischen Artzt, der Stefan sofort untersuchte. Er meinte, dass es wohl doch keine Blinddarmentzuendung sei und wir uns keine Sorgen machen sollten. Er ist das ganze Wochenende im Zimmer neben uns, falls wir ihn brauchen. Er verordnete Stefan Bettruhe und kein Essen.Nun waren wir wieder in der Zivilisation, d. h. Strom, Autos und Geschaefte. Auf den Inseln Uiha und Uoleva war nichts von diesen Dingen zu finden. Wir hatten kleine Petroleumlampen in unseren Huetten und wurden von den Familien vollverkoestigt. Auf Uoleva gab es gar kein Telefon, Funk oder sonstige Komunikation und auf Uiha, wo immerhin 630 Menschen leben, gibt es nur ein einziges Telefon! Ausserdem waren wir froh, nicht mehr mit Kakalaken und Ameisen im Bett, sowie toten und lebendigen Ratten in unserer Huette kaempfen zu muessen. Mit der Zeit wird mach echt abgehaertet.

Tag 286, 18.11.2001, sonnig, 35 Grad
Der heutige Tag war wirklich aufregend. Wir taten rein gar nichts. Verena ging zweimal und Stefan einmal in die Kirche, um den Gesang zuzuhoeren.

Tag 287, 19.11.2001, wolkig, 29 Grad
Tag 287 war genauso aufregend wie 286. Lesen und rumhaengen. Aber morgen ist wieder Action angesagt. Wir werden zurueck nach Fiji fliegen, um von dort am Mittwoch auf die Cook Island zu kommen. Stefans Gesundheit bessert sich taeglich, mittlerweile jammert er nur noch ueber Bauchweh.

Tag 288, 20.11.2001, sonnig, 27 Grad
Teil 1, Tonga und Fiji
Den Vormittag verbrachten wir mit lesen, bevor wir nach Nukualofa zurueck flogen. Natuerlich wieder mit der 20 Personen Propellermaschine. Dort angekommen sassen wir 6 Stunden am Flughafen, bevor uns "ein richtiger" Flieger zurueck nach Fiji brachte.

Tag 288, 20.11.2001, sonnig, 22 Grad
Teil 2, Cook Islands
Wieder einmal ueberquerten wir die Datumsgrenze und landeten einen Tag frueher in Rarotonga, auf den Cook Islands. Wir mieteten uns einen kleinen Bungalow mit Selbstverpflegung ausserhalb des Ortes.

Tag 289, 21.11.2001, sonnig, 33 Grad
Teil 1, Fiji
Nach dem Fruehstueck verbrachten wir 4,5 Stunden im Internet. Wir hatten Entzugserscheinungen, nachdem wir die letzten 3,5 Wochen keinen Zugang hatten. Dann schauten wir im Foto-Shop vorbei, aber es war natuerliche kein Objektiv fuer unsere Kamera da. Dann fuhren wir zum Flughafen, um auf die Cook-Islands zu fliegen.

Tag 289, 21.11.2001, sonnig, 28 Grad
Teil 2, Cook Islands
Vormittags bummelten wir durch den einzigen ort der Insel, wo wir uns einen Motorroller mieteten. Beweglich wie wir jetzt sind, fuhren wir gleich einmal um die Insel (32 km) und hielten an verschiedenen Straenden zum Baden an.

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Bilder zu diesen Reiseberichten:
Tonga: Badenixe Verena / Tonga Tonga: Verena am Strand in Tonga Tonga: typisches Outrigger (Boot) in Tonga


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