Die Reise mit dem Gleitschirm um die Welt
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Tag 260-Teil 1, 23.10.2001, bewoelkt, 28 Grad
Natuerlich war kein Objektiv fuer uns da. Der Kurier war im Hochwasser steckengeblieben. Haha. Wir warteten bis kurz vor knapp, und machten uns dann ohne Objektiv auf den Weg zum Flughafen, von wo aus wir weiter nach Samoa flogen.

Tag 260-TEIL 2, 23.10.2001, sonnig, 31 Grad
Kaum in Samoa angekommen, mussten wir schon arbeiten: Waeschewaschen stand auf dem Programm. Um an dieser Stelle einmal die Fragen ueber unser Eheleben zu beantworten: Heute war SEX Tag. Es war schon rekordverdaechtig, wie oft wir uebereinander hergefallen sind. Unser Eheleben sprueht Funken!

Tag 261, 24.10.2001, sonnig, 31 Grad
Am Vormittag machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Pier, von wo wir per Faehre auf die zweite Insel Savai'i fuhren. Insgesamt besteht Samoa aus 16 Insel, wobei 9 davon zu West-Samoa zaehlen und 7 zu American Samoa gehoeren. In Savai'i angekommen, setzten wir uns wieder in einen dieser typischen Busse mit Holzaufbau, ohne Fenster und lauter Musik. Er brachte uns direkt in das Tanu Beach Resort, wo wir die naechsten Tage verbringen werden. Wir bekamen eine Fale (offene Huette)direkt am Strand zugeteilt und mussten uns beim Chef der Familie, welche dieses Resort leiten, vorstellen. Den Nachmittag lagen wir am Strand (3 m vor unsere Huette), schnorchelten ein wenig und genossen das warme Wasser von bis zu 30 Grad.

Tag 262, 25.10.2001, sonnig, 33 Grad
Nach einem hervorragenden Fruehstueck - natuerlich mit vielen frischen Fruechten - ging Stefan mit einem Briten und einem Canadier auf Entdeckungstour in eine Vulkanhoehle. 300 m gingen, schwammen oder krochen sie, gefuehrt von einem Einheimischen Guide, in die Hoehle. Danach meinte Stefan nur: Super Geil. Der Nachmittag kam aber noch besser und wird Stefan wohl auf Lebzeit in Erinnerung bleiben: Wir lagen in unserer Fale und lasen. Stefan schaute hin und wieder auch den Kindern der Familie beim Spielen im Wasser zu. Ploetzlich sah er eines der Kinder regungslos mit dem Kopf nach unten im Wasser treiben. Er sprang sofort rein und zog den kleinen Bub aus dem Wasser. Der Koerper war bereits voellig blau angelaufen und die Atmung hatte ausgesetzt. Waehrend Verena um Hilfe lief, fing Stefan an, den ziemlich genau 1 Jahr alten "Moese" zu beatmen. Gluecklicherweise begann er nach ein paar Versuchen zu atmen und spuckte auch gleich einiges an Wasser. Sekunden spaeter trafen auch schon die von Verena herbeigerufenen Eltern ein und fuhren ihn ins Krankenhaus. Am Abend kam die erloesende Nachricht, das Moese ueber den Berg ist. Die Eltern bedankten sich hundermal bei Stefan, da er dem kleinen das Leben gerettet hat. Ohne Stefan haette wohl niemand bemerkt, dass das Baby am ertrinken ist. Die anderen Kinder waren zu sehr mit Spielen beschaeftigt.

Tag 263, 26.10.2001, wolkig, 31 Grad
Heute kamen wir in den Genuss, dass in unserem Reisefuehrer als extrem unzuverlaessig beschriebene Busnetz zu testen. Es sollte eigentlich nur ein zwei Stunden Trip zur einzigen Bank der Insel werden. Also eine Stunden hinfahren, 2 min. Arbeit in der Bank, und wieder eine Stunde retour. Doch wir brauchten dafuer 7 Stunden. Der Bus fuhr etwas frueher als geplant ab, da er bereits genuegend Fahrgaeste hatte. So mussten wir auf den naechsten warten, der 4 Stunden spaeter fuhr.

Tag 264, 27.10.2001, sonnig, 32 Grad
Verena verbrachte den ganzen Tag am Strand mit ihrem Buch und gelegentlichen Schwimm- und Essenspausen. Stefan machte sich mit 2 Canadiern auf den Weg zum Vulkankrater. Er marschierte 7 Std. lang, um einen zugewachsenen Krater zu sehen, der genausogut eine normale Schlucht sein koennte. Dafuer holte er sich auch noch Blasen an den Fuessen und fing sich eine leichte Erkaeltung ein, da es am Gipfel fuer 10 min. stark regnete. Nach dem Abendessen gab es eine Tanzshow der ganzen Familie. Alle waren traditionell gekleidet und zeigten somit auch Teile ihrer vielen Taetowierungen, die hier ueblich sind. Wir waren beeindruckt! Zum Schluss gab es noch einen Tanz fuer uns beide und einen Blumenstrauss fuer die Lebensrettung des kleinen Moese.

Tag 265, 28.10.2001, sonnig, 29 Grad
Am Sonntag ist nicht viel geboten, da sie Samoaner sehr glaeubige Menschen sind, dreht sich alles um ruhen und die Kirche. Natuerlich nahmen wir das auch erst und faulenzten am Strand, lasen und schnorchelten. Um 15 Uhr gings zur Messe. Hier geht es etwas ernster zu und auch die Gesaenge sind nicht vergleichbar mit Fiji. Aber die Leute sind auch herausgeputzt mit Hemd und Kravatte, sowie die Frauen mit Kleidern und Hueten.

Tag 266, 29.10.2001, sonnig, 33 Grad
Gegen Mittag wurden wir von Moeses Eltern zum Pier gebracht. Zum Abschied bekamen wir noch eine KAVA-Schuessel (fuer das traditionelle Getraenk in Polynesien) und eine Haarspange geschenkt. Die Faehre brachte uns wieder zurueck auf die Hauptinsel Upolu, von wo wir in der Nacht nach Tonga flogen. Um mehr Zeit fuer die Hochzeitsvorbereitungen auf Tonga zu haben, hatten wir den Flug um ein paar Tage vorverlegt.

Tag 267, 30.10.2001, KEIN WETTER
Dieser Tag dauerte genau 4 Std. und die verbrachten wir am Flughafen von Apia/Samoa. Richtig - wir ueberquerten wiedermal die Datumsgrenze auf dem Flug nach Tonga. Hier beginnt jeder neue Tag als erstes! Das Motto: WHERE THE TIME BEGINS....

Tag 268, 31.10.2001, bewoelkt und Regen, 26 Grad
Als wir um 6 Uhr morgens, mit einer sehr harten Landung auf Tonga einschlugen, regnete es in Stroehmen. Mit dem Shuttlebus gings nach Nukualofa, Tongas Hauptstadt und Sitz des Koenigs. Hier mieteten wir uns ein Zimmer und legten uns erstmal schlafen. Am Nachmittag erkundeten wir den Ort und besuchten das Internet. Morgen wollen wir unsere Hochzeitsvorbereitungen anfangen und gleich auf eine der weit entfernten Inseln von Tonga abhauen. Dort wird es KEIN Internet geben, somit braucht Ihr Euch keine Sorgen zu machen, wenn Ihr jetzt 2-3 Wochen nichts von uns hoert. Wir wollen einfach nur unsere kirchliche Hochzeit und den Honeymoon geniessen.....

Tag 269, 1.11.2001, bewoelkt, 26 Grad
Am Vormittag bekamen wir, waehrend einer Parade mit vielen Schulkindern, den Koenig kurz zu Gesicht. Er fuhr, gefolgt von Parlamentsabgeordneten, in einer Limousine an uns vorbei. Tonga ist der einzige Staat im Pazifik, welcher noch nie unter fremder Herrschaft war, sondern noch immer ein Koenigreich ist. Dieser Koenig hat die totale Kontrolle ueber das Land, ohne ihn laeuft gar nichts. Nach dem Mittagessen in einem kleinen Restaurant, unter der Basilika, buchten wir unsere naechsten Fluege, um auf die noerdlichen Inselgruppen von Tonga zu gelangen.

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Bilder zu diesen Reiseberichten:
Samoa: Verena im Wasser / Samoa Samoa: Stefan haelt Moese irgendwie in der Hand / Samoa Samoa: Tanz in Samoa Samoa: Unsere Huette am Strand / Samoa Samoa: Verena im Sonnenuntergang / Samoa Samoa: kleiner Feuerteufel in Samoa Samoa: Tanzfamilie in Samoa Samoa: taetowierte, traditionelle Taenzerin in Samoa Samoa: Stefan und die Kinder / Samoa Samoa: So schoen kann wohnen auf Samoa sein Samoa: Stefan mit Moese / Samoa Samoa: Tanz auf Samoa Samoa: Wir beide in der Huette am Strand / Samoa Tonga: Strassenparade in Tonga Tonga: Der Koenig von Tonga faehrt vorbei Samoa: Nochmal die Huette / Samoa Samoa: Nochmal Tanz auf Samoa


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