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Reiseberichte, Tag 250 bis 259, USA, Samoa, Fidji
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Tag 250, 13.10.2001, sonnig bis wolkig, 29 Grad
Nach einem wunderbaren Fruehstueck am Strand fuhren wir die Kueste runter nach Sueden, bis wir schliesslich wieder in Honolulu waren. Heute stand Pearl Harbour auf dem Programm. Zu sehen gab es dort allerdings recht wenig. Eines der im Krieg zerstoerten Schlachtschiffe liegt noch im Hafen auf Grund und kann von einer Art kuenstlichen Gedenkinsel besichtigt werden. Doch wie gesagt, man sieht fast gar nichts. Es tritt allerdings immer noch Oel aus dem Wrack aus und was wir Umweltverschmutzung nennen wuerden, heissen die Amerikaner "letzte Zeugen der Katastrophe vom 7. Dec. 1941". Alles nur Auslegungssache. Im Pearl Harbour sind an diesem Tag ca. 2.500 Menschen gestorben und wir haben uns gefragt, welches "Memorial" wohl nun in New York gebaut wird. Wir sind jedoch im Urlaub und wollen Spass haben. So verliessen wir den Ort der Traurigkeit und fuhren zum Strand. Schwimmen gehen, sich dabei die Haut verbrennen und somit den Hautkrebs zu foerdern ist ja auch nicht schlecht.
Tag 251, 14.10.2001, sonnig, 31 Grad
Heute war Flugwetter. Idealer Wind und Sonnenschein. Wir machten uns auf den Weg zum Startplatz, wo wir schon zwei Piloten fliegen sahen. Gegen 9.30 starteten wir raus und genossen einen wunderbaren Flug. Gestartet wird ca. 250 m ueber Null, gelandet wird am Strand. Die Kueste ist tiefster Dschungel, gewaltig steil und bietet Wasserfaelle in allen Richtungen. Das Meer oder besser gesagt die Straende hatten smaragdgruenes Wasser und boten somit eine perfekte Fotokulisse. Mittags waren wir fuer eine Stunde am Strand bevor wir ein zweites mal zum Fliegen gingen. Nun war etwas mehr Flugbetrieb und so konnten wir den einheimischen Piloten nachfliegen. Diesmal gings richtig hoch, Stefan erreichte einen Hoehe von 1.300 m und war kurzzeitig in der Wolke. Alles in allem flogen wir heute ueber 4 Stunden. Am Abend lud uns Alex nochmal zum Essen zu sich nachhause ein. Seine Frau kochte chinesich. LECKER! Da wir immer noch das Salzwasser auf der Haut hatten und zweimal beim Aufstieg durch den Dschungel zum Startplatz sehr geschwitzt haben, war uns nach Duschen zumute. Doch die Duschen am Strand sind im Freien, beleuchtet und leicht zu sehen. Doch was solls, es kennt uns ja keiner. Also runter mit der Unterwaesche und duschen. Zuerst kamen wir uns ziemlich bloed vor, bei so vielen Zuschauern. Doch irgendwie war es dann doch lustig, den Leuten zuzusehen, wie sie sich wegdrehten und dabei doch versuchten, einen Blick zu erhaschen. Hier sieht man wohl nicht alle Tage eine huebsche Frau wie Verena nackt im Park beim Duschen! Danach packten wir unsere 7 Sachen und fuhren zum Flughafen.
Tag 252, 15.10.2001, kein Wetter
Heute gab es kein Wetter, keine Temperatur, nicht mal eine Zeit! Was sich saubloed anhoert, ist aber ganz logisch. Wir starteten um Mitternacht mit Air Newzealand in Honolulu und flogen in 6 Stunden nach Fidji. Dabei ueberflogen wir die Datumslinie. Sprich, wir flogen am 14.10. um 24 Uhr los und kamen am 16.10. um 5 Uhr morgens in Fidji an. In Honolulu waren wir 12 Stunden hinter Euch, nun sind wir Euch 10 Stunden voraus!
Tag 253, 16.10.2001, sonnig, 30 Grad
In Fidji angekommen,nisteten wir uns in einem netten Backpacker ein, um ein wenig auszuschlafen. Danach fuhren wir nochmal zum Flughafen und klaerten unsere zukuenftigen Inselfluege (Tonga-Samoa) ab. Den Nachmittag verbummelten wir in der Stadt Nadi.
Tag 254, 17.10.2001, sonnig, 31 Grad
Nachdem wir ca. 3 Stunden durch Lautoka bummelten, ging es mit einem kleinen Boot nach Wayalailai, eine kleine Insel, ca. 1 1/2 Stunden per Boot nord-westlich vom Festland. Auf dieser kleinen Insel wollen wir die naechsten paar Tage einfach relaxen. Wir wurden in einem kleinen "Resort", dem einzigen auf der Insel, mit ca. 20 anderen Gaesten untergebracht. Das Resort ist im Besitz der Einheimischen und alles eingenommene Geld geht an die ca. 300 Inselbewohner. Die anderen Gaeste bestehen zu 95% auch aus jungen Backpackern. Wir liessen den Nachmittag gleich so richtig angehen, indem wir uns an den weissen Sandstrand legten und ein Buch lasen. Abends gings ziemlich bald nach dem Essen ins Bett.
Tag 255, 16.10.2001, sonnig, 29 Grad
Heute kamen wieder einige neue Gaeste auf der Insel an, u.a. auch zwei Deutsche aus Koeln (Markus und Georg) und vorallem Horst aus Hallein. Er kannte uns zwar nicht persoenlich, aber war fuer 4 Jahre in Abtenau, bei Stefans Vater, als Lehrer taetig. Doch vor 3-4 Jahren wechselte er nach Hallein. Horst hatte auch schon von unserer Reise in irgendeiner Zeitung gelesen. Zur Zeit hat er sich eine "Auszeit" als Lehrer genommen und tourt fuer 4 Monate durch die USA, Suedsee, Neuseeland und Australien. Stefan ging mit ihm, Markus und dem Guide gegen Abend auf einen der Gipfel der Insel, ca. 400 m hoch. Er nahm auch seinen Schirm mit, musste aber leider feststellen, dass der Wind zu stark und aus der falschen Richtung bliess. So schauten sich die vier den Sonnenuntergang von oben an, waehrend Verena sich nicht von ihrem Buch losreissen konnte. Am Abend gabs eine "Kava"-Zeromonie mit den Einheimischen. Kava ist irgendeine Wurzel, aus der ein opiathaltiges Pulver hergestellt wird. Hier voellig legal und das Nationalgetraenk Nr.1! Bei uns zeigte es gluecklicherweise keine Wirkung, es schmeckte uns nicht, so liessen wir es bei einem kleinen Schluck. Die beiden Deutschen hatten schon mehr Freude mit dem Zeug.....BULA, BULA....
Tag 256, 19.10.2001, sonnig, 29 Grad
Heute war nach langer Zeit wiedermal Tauchen angesagt. Der Einheimische Divemaster hatte allerdings keine Zeit und so gingen wir mit einem anderen Gast, Chris aus England, der auch Divemaster ist. Zu dritt macht es mehr Spass, als in einer riesigen Gruppe, wie es sonst oft ueblich ist.... Die Sicht war gut, Wassertemperatur 27 Grad und es gab jede Menge Fische und Korallen zu sehen. Verena entdeckte auch ihr Lieblingsmeerestier - eine Schildkroete!!! Beim zweiten Tauchgang sahen wir eine Gruppe von 12, jeweils 1 m langen "Bumphead-Fischen", eine relativ seltene Fischart! Wir dachten uns nicht viel dabei, sind auch nur Fische - aber Chris, der sehr viel getaucht ist, war fast am Ausflippen! Muss also wirklich selten sein.
Tag 257, 20.10.2001, sonnig, 29 Grad
Faulenzen! Fruehstuecken mit Toast, Kaffee, Tee, Muesli, tropischen Fruechten, danach schnorcheln, Mittagessen mit Curryreis, frischem Fisch und Kartoffeln, Salat usw. Anschliessend wieder schnorcheln, sonnenbaden, am Strand liegen, lesen. Kaffeepause. Wieder "Beachen", Volleyball spielen. Abendessen mit Chicken-Curry (hier leben viele Inder, also Indischer Curry) und Beilagen! Einfach nur faulenzen! Stefan hat mittlerweile die beiden englischen John Grisham Buecher fertiggelesen. Verena wird morgen fertig werden!
Tag 258, 21.10.2001, sonnig, 28 Grad
Heute waren wir in der Kirche! Sensationell! Es waren zwar nur ca. 30 Einheimische, doch die konnten zweimal so laut und so gut singen, als bei uns eine gefuellte Kirche mit 500 Leuten! Und das ohne Instrumente! So macht Kirche noch Spass. Auch der "Kinderchor" mit ca. 10 Schulkindern war gigantisch gut! Spaeter gings wieder einmal zum Strand, was auch sonst??!!! Gegen Abend bestiegen wir beide mit Markus nochmal den Gipfel, von wo aus man eine tolle Aussicht ueber die vielen kleinen Inselchen ringsum hat. Fidji besteht aus ca. 300 Inseln....
Tag 259-TEIL 1, 22.10.2001, Regen, Regen, Ueberschwemmung, 25 Grad
Schon in der Nacht hoerten wir den Regen aufs Dach trommeln und als wir aufstanden war bereits das halbe Resort unter Wasser! Das kann ja heiter werden, um 09.00 Uhr faehrt unser Boot zurueck aufs Festland, bzw. die Hauptinsel von Fidji. Sturm, Regen, riesige Wellen - GENIAL! Die Ueberfahrt war der reine Horror. Ein Mini-Boot, Seegang ohne Ende und verloren die Bootsmaenner auch noch die Orientierung. Kein GPS, kein Funk, nichts. Wir verloren in der Suedsee! Ploetzlich krachte es und wir sassen auf einem Riff auf. Mitten im NICHTS! Graue Wolken, peitschender Regen, riesige Wellen und nervoese Bootsmaenner. Doch der starke Wellengang "befreite" uns wieder vom Riff und es ging weiter! Nach ueber 2,5 Stunden (normale Fahrzeit 75 min.) sahen wir ploetzlich LAND, ca. 50 m vor uns. Der Kapitaen fuhr einfach solange an der Kueste entlang, bis ihm etwas bekannt vorkam. Schlussendlich erreichten wir den Hafen und hatten wieder festen Boden unter den Fuessen. Mit dem Bus gings zurueck ins Backpacker in Nadi. Die Strassen standen alle unter Wasser und auch wir, sowie unser gesamtes Gepaeck waren voellig durchnaesst. Nachmittags waren wir noch in der Stadt, um uns ein neues Objektiv zu kaufen. Morgen frueh soll's da sein. Hoffen wir es! Auf dem Rueckweg ins Backpacker mussten wir durch ca. 60 cm hohes Wasser durch die Strassen laufen.... Morgen soll's nach Samoa gehen, hoffentich scheint da die Sonne wieder...
Tag 259-TEIL 2, 22.10.2001, sonnig, 29 Grad
Nachdem wir bei unserem Flug von Fidji nach Samoa wieder die Datumsgrenze ueberflogen, hatten wir 2 Tage lang den 22 Sept. In Samoa angekommen, nahmen wir uns ein Zimmer in der Hauptstadt Apia.
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