Die Reise mit dem Gleitschirm um die Welt
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Tag 240, 03.10.2001, sonnig, 20 Grad
Wir erfuhren im Internet, dass Greyhound um 4.30 alle Busse in den USA gestoppt hat, da wieder einmal einer in Tennessee Amok lief und den Busfahrer aufschlitzte. Glueck gehabt! Nach langem Schlaf fuhren wir am Nachmittag in die Stadt zum Stadtbummel. Abends sassen wir mit Grace ein wenig zusammen und ratschten bis 12 Uhr.

Tag 241, 04.10.2001, sonnig, 22 Grad
Waesche waschen, Rucksaecke packen und organisatorische Sachen erledigen, bestimmten unseren Vormittag. Gar nicht so einfach, nach ueber 3 Monaten im eigenen Auto, ploetzlich wieder mit 4 Rucksaecken auskommen zu muessen. Nachmittags machten wir mit Keith die Stadt unsicher und spielten im Stadtpark mit unseren Schirmen. Abends gab's eine kleine Abschiedsparty mit mexik. Essen.

Tag 242, 05.10.2001, sonnig, 24 Grad
Endlich alles gepackt und fertig zur Abreise. Keith fuhr uns zum Flughafen, von wo aus es nach San Franciso ging. Dort warteten wir 3 Stunden laenger als geplant auf unseren Flieger, da der erste leider im Eimer war. Mit der Ersatzmaschine ging es dann nach Maui, wo wir um 0 Uhr ankamen. Wir mieteten uns schnell ein Auto (derzeit richtig guenstig) und fuhren in ein Backpacker, wo wir uns zu zweit ein Bett teilten.

Tag 243, 06.10.2001, sonnig, 32 Grad
Nicht gerade eine angenehme Nacht im Backpacker! Einer aus unserem 6 Bettzimmer schnarchte wie verrueckt und Stefan wollte ihn schon fast erwuergen. Noch dazu wir zu zweit in einem Einzelbett, schwuel, heiss, wir kleben fast aneinander. Doch schliesslich kam der Morgen und es hatte ein Ende. Hier sitzen wir nun, haben Fruehstueck im Palmengarten und schreiben nebenbei im Internet! Anschliessend begannen wir die Rundreise, ueber Waihee, Kahakuloa und Kapalua nach Lahaina. Eine wunderschoene, kurvige Kuestenstrasse! Wir badeten und schnorchelten zum 1. Mal auf Maui und schauten einer Hochzeit am Strand zu. Unser Zelt schlugen wir am Strand suedlich von Lahaina auf, kostenlose Uebernachtung, aber gefaehrlich, da der Wind mit ca. 50 km/h an unserem Zelt riss!

Tag 244, 06.10.2001, sonnig, 33 Grad
Heute gings die Kueste am Highway 31 ueber Kihei und Wailea runter bis zum Cape Kinau. Wir bummelten durch den Markt in Kihei und schauten den Surfern beim Wellenreiten zu. Vulkangestein und Lavafluesse vom Ausbruch des Haleakala in 1790 gab es zu besichtigen. Abends gings wieder zu unserem "Wild-Camping-Platz" am Strand des Ukumehame Beach Parks. Hier wohnen die Leute die ganze Zeit ueber in Ihren Zelten! Auch diese Nacht war es wieder superwindig, wir fuerchteten, in den Pazifik geblasen zu werden....

Tag 245, 08.10.2001, sonnig, 33 Grad
Vormittags waren wir am Oneloa Beach, auch Big Beach genannt, beim Baden in den ca. 2-2,5 m hohen Wellen. Ein paar Mal wurden wir gescheit untergetaucht, wenn wir am falschen Platz standen! Es hat superviel Spass gemacht und wir haben uns wiedermal einen Sonnenbrand geholt, weil wir nicht aufhoeren konnten, mit den Wellen zu spielen! Nachmittags machten wir uns auf den Weg nach Kula, um uns uebers Fliegen zu erkundigen. Es war keiner erreichbar, aber wir fanden den Start- und Landeplatz selber. Aber bei den Windverhaeltnissen ist eher Windsurfing als Gleitschirmfliegen angesagt. Der Startplatz an der Waipoli Road eignete sich jedoch hervorragend als Campingplatz fuer uns. Mitten in einer Kuhweide, auf ca. 1000 m, am Waldrand - so richtig romatisch. Toller Blick ueber die Insel und das Meer und ein schoener Sonnenunteruntergang - und wir beide ganz alleine....

Tag 246, 09.10.2001, sonnig, 30 Grad
Eine wunderschoene, ruhige Nacht, aufwachen von den ersten Sonnenstrahlen, die hinter dem Vulkan Haleakala aufgehen - richtig genial! Morgens fuhren wir gleich auf den Berg, um noch einen schoenen, wolkenlosen Blick ueber die Inseln zu haben. Eine 61 km lange Strasse fuehrt vom Meer zum Krater auf 3.055 m hoch. Am Gipfel und Kraterrand war es noch sehr frostig! Wir wanderten am Kraterrand entlang, besuchten das Visitorcenter und sahen auf dem Rueckweg noch eine "Nene", eine nur auf Hawaii vorkommende Gaenseart, die vom Aussterben bedroht ist. Nachmittags bummelten wir durch Kahului, bevor wir uns wieder auf den Weg zu unserem Schlafplatz an der Waipoli Road machten. Baden war aufgrund von Sonnenbrand fuer heute gestrichen! Bevor wir uns niederlegten, machten wir noch ein romantisches Lagerfeuer....

Tag 247, 10.10.2001, sonnig und Regen, 31 Grad
Morgens machten wir uns auf den Weg zur letzten Etappe unserer Inselumrundung, dem suedwestlichen Teil. Die Strasse, zum Teil Schotter bzw. roter Sand, war sehr kurvenreich aber landschaftlich wunderschoen. Die Vegetation aenderte sich staendig, bis wir uns im Regenwald befanden - und natuerlich regnete es dort auch. Aber nicht umsonst ist es hier sehr gruen und die zum Teil sehr steile Kueste hat uns sehr beeindruckt. Gegen Abend gings zurueck nach Kahului zum Flughafen, von wo aus wir nach Honolulu flogen. Dort angekommen, nahmen wir uns wieder ein kleines Mietauto und checkten in ein Backpacker in Waikiki Beach ein.

Tag 248, 11.10.2001, bewoelkt, 29 Grad
Nach dem Fruehstueck klapperten wir einige Fotoshops in Waikiki ab, da unser Objektiv kaputt gagangen ist. Aber da ist leider nichts zu machen, keiner kann es raparieren, dumme Sache, wir werden wohl ein neues kaufen muessen. Spaeter fuhren wir quer ueber die Insel nach Waialua, ans beruehmte North Shore. Hier sollte sich lt. der Yellow pages eine Flugschule befinden, aber alle Infos negativ. Als wir den Kitesurfern vom Strand aus zuschauten, lernten wir Jimmy Hall, einen GS-Piloten, kennen. Er gab uns einige Infos und will event. die naechsten Tage mal mit uns fliegen gehen, aber derzeit ist es zu windig. Abends machten wir uns auf den Weg zum Swanzy Beach Park, denn dafuer haben wir uns eine Camping-Erlaubnis fuer die naechsten 3 Tage besorgt.

Tag 249, 12.10.2001, sonnig, 31 Grad
Den Vormittag verbrachten wir am Beach, nachdem unser Sonnenbrand gerade verheilt ist und es etwas bewoelkt war. Leider kommen die richtig grossen Wellen hier am North Shore nur im Winter, aber der Strand kann auch so recht schoen sein. Nachmittags fuhren wir mit Jimmy und Alex, einem seiner Freunde zum nahegelegenen Startplatz. Der Wind war jedoch um eine Spur zu stark und so genossen wir nur die schoen Aussicht und quatschten ein wenig. Abends waren wir noch bei Alex zuhause und tranken ein paar Biers.
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Bilder zu diesen Reiseberichten:
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