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Reiseberichte, Tag 200 bis 209, Kanada
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Tag 200, 24.08.2001, sonnig und foenig, 23 Grad
Der Wind ist leider nicht schwaecher geworden, es blies immer noch mit 50 km/h. Ab morgen solls in Golden zum Fliegen gehen, Tichy, der Fluglehrer, kommt morgen auch dorthin. Nachdem wir nochmal bzgl. unserer Fluegtickets durchs Internet surften und sich noch nichts getan hat, beschossen wir, noch am Nachmittag loszufahren. Ueber Banff, Lake Louise und Field fuhren wir nach Golden. Gecampt haben wir in der Schottergrube, dem Notlandeplatz vom Mount 7 Flugberg.
Tag 201, 25.08.2001, bewoelkt, 20 Grad
Nachdem wir erst um 10 Uhr aufgestanden sind und sich noch kein Sonnenloch in der Wolkendecke zeigt, haben wir die Fragen fuer unserer Homepage-Gewinnspiel ausgearbeitet. Es ist also bald soweit. Als sich das Wetter besserte, fuhren wir zum Landeplatz nach Nicholsen. Dort wartete ein etwas anderes Parawaiting auf uns: Warten am Landeplatz auf eine Mitfahrgelegenheit zum Startplatz. Wir warteten genau bis 19 Uhr. 5 Stunden!! Dann schaffen wir es endlich und so wurde es doch noch ein kurzer Flug im Sonnenuntergang. Anschliessend gings mit unseren anderen Wartekollegen, Marc aus Kasachstan und Gavin aus Australien, noch ins Fliegerpub. Geschlafen haben wir auf dem Schulparkplatz, praktischerweise direkt vor dem Campingplatz.
Tag 202, 26.08.2001, sonnig, 29 Grad
Heute gings besser, aufstehen um 10 Uhr, Auffahrt zum Startplatz um 11 Uhr. Doch die vielen Cirren erlaubten keine Thermik und so warteten wir bis 15 Uhr. Von da an gings recht gut und wir konnten beide gleich nach dem Start schoen aufdrehen. Verena fuehlte sich nicht so wohl und ging nach einer halben Stunde zum Landen. Stefan flog noch ueber dem Mount 7 auf 3.300 m und landete nach zwei Stunden. Abends gabs noch eine erfrischende Gratisdusche am Campingplatz, bevor wir wieder in die Schottergrube zum Campen fuhren.
Tag 203, 27.08.2001, sonnig, 29 Grad
Heute gestaltete sich die Auffahrt zum Startplatz wieder etwas schwieriger. Wir standen zwar erst um 10 Uhr auf und versaumten dadurch die ersten Fruehstarter, doch wir dachten, hier herrscht mehr Flugverkehr. So warteten wir geschlagenen zwei Stunden auf eine Mitfahrgelegenheit. Schlussendlich nahm uns ein Drachenpilot mit und wir standen gegen 14 Uhr am Startplatz. Wir fackelten nich lange rum und starteten gleich raus. Die Thermik war etwas zaeh und so war nach einer halben Stunden nur noch Stefan in der Luft. Er flog wieder an die zwei bis drei Stunden, bevor auch er zum Landen ansetzte. Gegen Abend fuhren wir gleich weiter nach Vernon, wo wir Glen besuchen wollen. Wir lernten ihn in Brasilien kennen - auch ein Gleitschirmfluglehrer. Nach einer riesen Portion Spagetti (wieder einmal) haben wir am Safeway (Supermarktkette) Parkplatz uebernachtet.
Tag 204, 28.08.2001, sonnig, 28 Grad
Am Morgen kontaktierten wir Glen, der sich sehr ueber unseren Besuch freute. Er zeigte uns gleich sein Schulungsgelaende und natuerlich auch sein Haus mit all dem Flugequipment was er so hat. Jede Menge Schirme, Rucksackmotoren, Gurtzeuge, zwei Autos, eine Cross, einen Bus und natuerlich einen grossen Landeplatz mit 5 Windsaecken hinter dem Haus. Er hatte gerade nichts zu tun und so fuhren wir gleich mit zwei von seinen Freunden zum naechsten Statplatz. Die Thermik war recht gut und so flogen wir eine Stunden lang. Am Abend kam seine Freundin und wir gingen gemeinsam beim Griechen zum Essen.
Tag 205, 29.08.2001, sonnig, 28 Grad
Nach einer ruhigen Nacht im Auto in Glens Garten fuhren wir in die Stadt, um uns wieder einmal um die Flugtickets zu kuemmern. Diesmal wurden wir fuendig und so haben wir nun zwei Round-the-world-Tickets mit 12 Stops. Am Nachmittag sassen wir auf der Veranda von Glens Haus und schrieben Reiseberichte. Gegen Abend kochte Verena noch ein tolles Essen und Glen ging danach mit seiner Freundin ins Kino. Wir blieben Zuhause und vergnuegten uns splitternackt im 39 Grad heissen Whirlpool. Glen hat einen dieser tollen Dinger im Garten stehen, was natuerlich bei Dunkelheit, Sternenhimmel und dem eingebauten Rotlicht sehr romantisch bzw. erotisch sein kann.
Tag 206, 30.08.2001, sonnig, 28 Grad
Glen hatte heute wieder einmal frei und so fuhren wir zu dritt zum Startplatz. Die Thermik war schon recht gut und so flogen wir zwei Stunden in der Naehe des Startplatzes rum, fuers Streckenfliegen war etwas zu viel Wind. Nachmittags hiengen wir einfach nur rum und schon war Abend. Essen, trinken, waschen, Schlafen!
Tag 207, 31.08.2001, sonnig bis wolkig, 25 Grad
Heute war wieder einmal ein Tag zum Rumhaengen. Zu viel Wind zum Fliegen - also was tun? - natuerlich rein ins Internet. Am Nachmittag machten wir noch ein wenig Bodenhandling in Glens Garten. Nach dem Abendessen gabs noch einen Videofilm - Gunshy - keine Ahnung wie der in Deutsch heisst.
Tag 208, 01.09.2001, Regen, Sonne, Wind, 22 Grad
Eigentlich wollten wir dieses Wochenende und am Montag (Feiertag in Canada) zu einem Gleitschirmwettberwerb nach Sun Peaks fahren. Doch leider ist extrem schlechtes Wetter angesagt. So entschlossen wir uns, lieber bei Sonne und Wind in Vernon zu sitzen, als bei Regen und Schnee in den Rocky Mountains. Fliegen ist so oder so gestorben. Wir halfen Glen ein wenig bei der Gartenarbeit - Rasenmaehen am Traktor, Unkraut jaeten usw. Abends waren wir Pizzaessen.
Tag 209, 02.09.2001, sonnig und bewoelkt, 25 Grad
Stefan hat Glen und seinem Partner Wayne beim Schulen der Anfaenger geholfen. Verena flog in der Zeit zwei mal. Leider waren zu viele Cirren unterwegs und so wurden es nur kurze Fluege. Nach einem gemuetlichen Abendessen genossen wir noch einmal den Whirlpool.
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