Die Reise mit dem Gleitschirm um die Welt
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TAG 160, 15.07.2001, sonnig, neblig, Nebelnieseln, 16 Grad
In leichtem Nebelnieseln erreichten wir am frühen Vormittag San Francisco. Zum Glück löste sich der Nebel etwas auf uns wir hatten relativ schönes Wetter für den Stadtbummel. Wir hingen am Fishermans Wharf und Pier 39 rum, bummelten durch Chinatown, fuhren mit dem Cablecar zur Market Street und fotografierten die viktorianischen Häuser vor der Skyline. Am späten Nachmittag fuhren wir über die Golden Gate Bridge, um vom Golden Gate Park aus Nachtfotos zu schießen. Der Wind dort war ca. 70 km/h, hoffentlich sind nicht alle Fotos verwackelt....

TAG 161, 16.07.2001, sonnig, 27 Grad
Heute gings weiter in den Yosemite Nationalpark. Zuerst zum Glacierpoint, um Fotos vom Half Dome und dem Yosemite-Valley zu schießen, dann zum Bridaveil-Wasserfall und dann noch eine 3,5 km Wanderung zum Mirror-Lake. Mit viel Glück bekamen wir einen Campingplatz im Valley, jemand musste früher abreisen und verkaufte uns seinen 3-Tages-Platz. Die Warteliste wäre unendlich lange gewesen! Nach dem Abendessen gings gleich ins Bett, denn morgen möchten wir Californiens berühmtesten Berg, den Half Dome, besteigen.

TAG 162, 17.07.2001, sonnig, 26 Grad
Um 05.00 Uhr war die Nacht vorbei, die Tour zum Half Dome ist pro Weg 14 km lang und es sind 1.500 Höhenmeter zu bezwingen! Wir schafften es in knapp 4 1/2 Stunden zum Gipfel. Der größte Teil davon ist ein "Spaziergang", aber die letzten Meter habens in sich! An 2 Stahlseilen geht es vertikal zum Gipfel! Nichts für schwache Nerven, Verena schaffte nach Überwindung ihrer Höhenangst auch den Aufstieg. Nachdem wir oben Brotzeit gemacht und die superschöne Aussicht genossen haben, ging es wieder Richtung Tal. Auf dem Weg besichtigten wir noch den Nevada- und den Vernal-Wasserfall um kamen um 17.30 Uhr ziemlich erschöpft am Campingplatz an. Nach Spaghetti zum Abendessen und einer erfrischenden Dusche verschwanden wir bald in unserem Schlafsack.

TAG 163, 18.07.2001, sonnig, 27 Grad
Nach einem späten Frühstück machten wir uns auf die Suche nach einem Käufer für die 3. Nacht unseres Campingplatzes, da wir bereis heute weiter wollen. Es war zum Glück kein großes Problem und so konnten wir uns gleich auf den Weg zum "Mariposa Grove", am Südende des Parkes, machen. Hier sind die großen Sequoia-Bäume zu bewundern, sie können bis zu 90 m hoch werden, 9 m Stammumfang erreichen und eine Lebenserwartung von 3.000 Jahren haben! Einfach gigantisch, diese Giganten! Anschließend fuhren wir quer durch den Nationalpark zum Tioga-Pass auf über 3.000 m. Entlang der Straße gab es viele tolle Gelegenheiten zum Fotografieren, die Bergwelt ist wirklich faszinierend. Pünktlich zum Sonnenuntergang trafen wir in Lee Vining und somit am Mono Lake ein. Aufgrund des unterirdischen Zuflusses aus den Bergen hat der See einen 2,5 x so hohen Salzgehalt und einen 16 x so hohen Alkaliwert wie die Ozeane. Diese Salze und Mineralien lagern sich an den unterirdischen Quellen ab und bilden im Laufe der Zeit die sog. "Tufas", eine Art Salzsäulen. Nach Sonnenuntergang fuhren wir dann noch weitere 2 Std. bis wir Carson City erreichten. Morgen wollen wir Mike in Reno besuchen, den wir im Februar in Valadares kennengelernt haben.

TAG 164, 19.07.2001, sonnig, 28 Grad
Wir trafen uns mit Mike am Landeplatz, der sich am Nordende des Lake Washoe befindet. Er machte uns nicht allzuviele Hoffnungen auf einen Flug am "Slide Mountain", fuhr aber dennoch mit uns zum Startplatz in der Mount Rose Skiarea. Wie bereits erwartet, hatte es ca. 20 km/h Rückenwind. Es ist aber ein tolles Fluggebiet, hoffentlich bessert sich das Flugwetter die nächsten Tage. Den Nachmittag verbrachten wir mit Reiseberichte schreiben und am Computer, endlich wieder Internet! Außerdem schauten wir Mikes Frau Susan und deren beiden Töchtern beim Dressur- und Springreiten zu. Sie besitzen hier in Reno eine kleine Ranch mit 3 Pferden.

Tag 165, 20.07.2001, sonnig, 30 Grad
Nachdem wir heute immer noch zu starken Südwest-Wind hatten, hingen wir den ganzen Tag vor dem Computer und verfassten neue Reiseberichte. Stefan machte sich bei der Gartenarbeit der Familie Ward nützlich.

Tag 166, 21.07.2001, sonnig, 30 - 50 Grad !!
Der Wetterbericht versprach keine Windbesserung, so machten wir uns auf den Weg Richtung Las Vegas. Obwohl das Owens Valley zu dieser Jahreszeit zu heftig für Gleitschirmflieger ist, nahmen wir den Umweg in Kauf, um das so berüchtigte Fluggebiet wenigstens vom Boden aus gesehen zu haben. Vorher schauten wir noch in der Geisterstadt Bodie vorbei. In früheren Zeiten eine Mienenstadt, heute ein Touristenziel. Aufgrund der Hitze fuhren wir an Bishop und den heißen Quellen vorbei, durchs Owens Valley runter Richtung Süden. Wir konnten zwar zwei Startplätze sehen, jedoch keinen einzigen Piloten ausmachen. Anschließend, der Hitze noch nicht genug, fuhren wir durch das Death Valley, auf unter 0 m Meereshöhe, Richtung Las Vegas. Das Thermometer zeigte 50 Grad um 18 Uhr!! Zum Glück hat es unser Auto, trotz des angeschlagenen Kühlers, überstanden. Wir mussten jedoch mit voller Heizung statt mit AC fahren. Um 21 Uhr standen wir am Parkplatz vom Casino Luxor am Strip von Las Vegas. Nach einem reichhaltigen Abendessen vom "all you can eat buffet" zogen wir noch bis zwei Uhr durch die Casinos und verspielten unsere geplanten 10 USD.

Tag 167, 22.07.2001, sonnig, 44 Grad
Um 8 Uhr war die heißeste Nacht unseres Lebens vorbei. Nein, nicht der Sex, diesmal war die Hitze dafür verantwortlich. Also nichts wie raus aus dem Auto und schnell zum "all you can eat sundaybrunch"!! Wir müssen einen Fettpolster für die nächsten Wochen ansetzen. Nach einem weiteren Spaziergang am Strip bei Tag machten wir uns auf zum Hoover Dam. Ein zähes Unterfangen, am Hinweg Stau, 1 Std. Dam bei 44 Grad im Schatten (wir waren natürlich in der Sonne) und am Rückweg wieder Stau. Das hat sich gelohnt! Am Abend fuhren wir noch weiter bis kurz vor den Zion Nationalpark nach Utah.

Tag 168, 23.07.2001, sonnig, 32 Grad (8 Grad in der Nacht)
Gleich am Morgen fuhren wir in den Nationalpark. Der Park ist ein einziger, langer Canyon. Wir fuhren mit dem Shuttlebus (für Autos gesperrt) bis ans hintere Ende, wo wir den Riverside Walk machten. Danach machten wir noch zwei Walks in der Mitte des Canyon, um uns Wasserfälle und Pools anzusehen. Derzeit ist es hier aber recht trocken, somit nur kleine Wasserfälle und sehr kleine Pools! Auf der Fahrt raus aus dem Canyon bestiegen wir noch einen Aussichtspunkt, von dem aus wir einen tollen Blick auf das ganze Tal hatten. Vom Zion NP fuhren wir am späten Nachmittag weiter zum Bryce Canyon Nationalpark. Dort trafen wir noch gerade rechtzeitig zum atemberaubenden Sonnenuntergang ein, der die orange-roten Felsen in ein noch tieferes Rot taucht.

Tag 169, 24.07.2001, sonnig, 28 Grad
Um 5:45 war die Nacht vorbei. Aufstehen und den Sonnenaufgang beobachten. Da der Bryce Canyon auf knapp 2.500 m liegt, war die letzte Nacht sehr kalt. Aus dem Sonnenaufgang wurde leider nicht viel, da die einzigen Wolken am Himmel genau vor der Sonne waren. Nach dem Frühstück gings gleich los zum Trekking in den Canyon. Am Nachmittag fuhren wir zum RAINBOW Point, ins hinterste Ende des NP. Anschließend machten wir uns schon wieder auf den Weg Richtung Grand Canyon. Dank Stefans Eingebung fuhren wir noch zur Nordseite des Canyons und kamen wieder einmal rechtzeitig zum Sonnenuntergang an. Nach Maccaroni und Cheese zum Abendessen fuhren wir wieder aus dem NP raus, um in einem schönen großen Feld, umringt von Wald, zu campen. Die Zufahrtsstraße zur Nordseite ist landschaftlich einfach gigantisch schön.

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Bilder zu diesen Reiseberichten:
USA: Zion Nationalpark USA: Zion Canyon, Zion Nationalpark USA: Mono Lake im Sonnenuntergang USA: Zion Canyon, Zion Nationalpark USA: Yosemite Nationalpark USA: Mono Lake USA: Geisterstadt Boodie USA: Mirror-Lake Yosemite Nationalpark USA: Auf dem Weg zum Half Dome, Yosemite Nationalpark USA: Aud dem Half Dome Yosemite Nationalpark USA: Auf dem Weg zum Half Dome USA: Half Dome, Yosemite Nationalpark


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