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Reiseberichte, Tag 0 bis 9, Brasilien, Österreich
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Tag 0
Es gibt kein Zurück, die Reise beginnt.
Tag 1, 6.2.01
Nach letzten hektischen Vorbereitungen ging es heute endlich los. Am Flughafen München noch schnell eine Heparinspritze gegen Thrombose und ab mit dem Flieger über Madrid nach Rio. Auf dem Flug nach Madrid wurden wir von Ludwig Albrecht aus Immenstadt angesprochen, der uns aufgrund des Artikels im Allgäuer Anzeigeblatt erkannt hat. Er ist auf dem Weg nach Santiago de Chile, um in Argentinien und Chile Trekkingtouren zu machen. Nach zweieinhalb Stunden Flug nach Madrid hatten wir dort dreieinhalb Stunden Aufenthalt und nach weiteren 12 Stunden Flug sind wir gut in Rio de Janeiro gelandet.
Tag 2, 7.2.01
Nach weiteren 7 Stunden, die wir am Flughafen in Rio auf Chico Santos gewartet haben, ging es um 15:30 Uhr los Richtung Valadares. Mit einem kleinen Jeep, in dem wir uns zu viert, auf zweieinhalb Sitzplätze quetschten, fuhren wir 8 Stunden durch Gewitter, Schlamm, Floodways und Schlaglöcher. Der Jeep war bis auf den letzten Zentimeter vollgestopft, sodaß Stefan und ich auf der Rücksitzbank, ziemliche Rückenschmerzen bekamen. Angekommen in Hotel REAL MINAS fielen wir um 0.00 Uhr wie tot ins Bett.
Tag 3, 8.2.01
Um 10 Uhr, kaum erholt von der langen Anreise, weckte uns Chico mit der Information, daß der Transfertruck zum Startplatz in einer halben Stunde abfährt. Zur Erklärung: Hier in Valadares, einem der schönsten Fluggebiete Brasiliens, findet derzeit die Brasilianische Meisterschaft statt. Chico ist der Veranstalter. Er war gestern in Rio, um dort unseren Freund Martin Brunn abzuholen. Martin ist bei dem Bewerb, der gleich im Anschluß an den jetzigen beginnt, technischer Delegierter. Das bedeutet, er ist Beobachter im Auftrag der FAI. Da Chico noch eineinhalb Meter Platz in seinem Auto hatte, konnten wir bei ihm mitfahren. Das war uns sehr recht, da wir doch von Rio so gut wie gar nichts wußten. Nach dem exotischen Frühstücksbuffet ging es um 11:15 Uhr mit dem Jeep zum Startplatz. (Den Truck hatten wir natürlich versäumt!) Nachdem der heutige Tag kein allzu gutes Flugwetter bot, machten wir nur einen kurzen Gleitflug zum Landeplatz. Total verschwitzt, es hat derzeit 35 Grad, gingen wir zurück ins Hotel. Nach einer erfrischenden Dusche machten wir uns mit Martin auf den Weg, zu einem Stadtbummel.
Abends waren wir in einem der vielen Restaurants essen. Ein lustiges Unterfangen, wenn man die Speisekarte nicht lesen kann.... Letztendlich gab es Fleischspieße mit Pommes. Die Spieße kosteten 1 Real (ca. 1 DM/7 ATS), extrem billig und garantiert ohne BSE!
Tag 4, 09.02.01, sonnig, 37 Grad,
Nach einem ausgiebigen Frühstück gingen wir zur Bank und holten mit der Visa Card etwas Bargeld.
Danach fuhren wir zum Startplatz und beobachteten die Einheimischen, wie sie bei fast 0 km/h Wind auf der Rückseite des Berges Ibituruna starteten. 2 Meter Anlauf, dann kommt die Kante. Wer bis dorthin nicht fliegt - viel Glück! Die Felswand ist ca. 300 m hoch.
Wir warteten noch 1 Stunde auf besseren Wind von vorne und starteten gegen 14:30 Uhr. In ca. 1 Stunde flogen wir in leichtem Steigen bis zur Wolkenbasis auf 1960 m.
Am Abend waren wir mit Martin beim Essen.
Tag 5, 10.02.01 , sonnig 38 Grad
Wir waren wieder am Ibituruna beim Fliegen; Stefan und Martin haben etwas herumgeturnt und hoffentlich gute Fotos gemacht. Ich hatte leider einen Knoten in den Leinen und mußte früher landen.
Das Abendessen konnten wir in ruhiger Atmosphäre in einem Restaurant mitten am Stadtplatz einnehmen. An "normalen Tagen" ist hier die Hölle los!
Anschließend fand noch die Eröffnungsparty für den Wettbewerb in unserem Hotel statt. Es war ganz nett, aber nichts Besonderes.
Gegen 23:30 Uhr gingen wir dann, für unsere Verhältnisse sehr spät, ins Bett. Die Hitze macht supermüde....
Tag 6, 11.02.01, 36 Grad sonnig
Um 10:00 Uhr fuhren wir - zum ersten Mal mit dem Truck und nicht mit den Einheimischen per Jeep - zum Startplatz.
Oben stellte ich fest (Stefan), daß ich vergessen hatte, die Karabiner von meinem Carbon auf den Krypton (Wettkampfschirm), welchen ich von Martin für den Bewerb geliehen bekommen habe, zu montieren. So starb Verena leider um einen guten Flugtag, da ich ihre Karabiner verwendete.
Um 13:30 Uhr startete der erste Wettkampftag.
Nach einer Strecke von 44 km kam ich mit nur 1 Sekunde Rückstand (falsch eingestellter Beschleuniger) als 2. ins Ziel.
Martin ist leider abgesoffen. Der Abend verlief wie die Tage zuvor!
Tag 7, 12.02.01, sonnig 37 Grad
Der zweite Tag des Bewerbs verlief leider nicht so erfreulich wie der erste.
Ich (Stefan) bin nach 12 km von 37 km abgesoffen und fiel damit auf den 16. Rang zurück.
Tag 8, 13.02.01, sonnig 39 Grad
Der dritte Wettbewerbstag war eigentlich ganz gut, 66 km bei schönen Wolkenstrassen!
Doch leider habe ich im GPS den falschen Wegpunkt eingegeben, statt 45 a nur 45, obwohl die beiden Wendepunkte nur 200 m auseinander waren, war mein heutiger 4. Rang nur von kurzer Dauer! Es passierte nicht nur mir .....
Abends waren wir dann mit Kanadiern, Amis, Schweden und Franzosen beim Essen und hörten uns die vielen Storys über den heutigen Tag an.
Tag 9, 14.02.01, supersonnig mit 42 Grad
Heute machten sich die Wettbewerbspiloten auf zu einem One-Way Flug über 94 km nach Carathinga. Stefan wurde bei diesem Durchgang 8. Die Rückfahrt nach Valadares dauerte mehr als 2 Stunden.
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