Die Reise mit dem Gleitschirm um die Welt
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Tag 90, 06.05.2001, sonnig bis wolkig, 24 Grad
Früh morgens kamen wir in Trujillo, einer Küstenstadt von Peru an. Der Anschlussbus nach Tumbes ging aber leider erst um 18 Uhr und so hingen wir den ganzen Tag in der Stadt rum. Am Abend ging es dann endlich weiter. Der Bus war der katastrophalste, den wir bisher hatten. Vögel im Auto, 2 Meter Gras und Früchte am Dach, Stop in jedem noch so kleinem Kuhdorf und kein WC an Board.

Tag 91, 07.05.2001, sonnig, 35 Grad
Nach einer zweiten Nacht ohne Schlaf im Bus waren wir um 6 Uhr morgens endlich an der Grenze zu Equador. Der Busfahrer schmiss uns bei der Imigration einfach raus und wir machten uns, nachdem der Zöllner uns einen Stempel in den Pass knallte, zu Fuß auf den Weg nach Equador. Waren nur 500 Meter. Dort stiegen wir gleich in den Bus nach Guayaquil. Nochmals 4 Stunden in einem desolaten Bus. Die ersten 2,5 Stunden verliefen ganz gut, doch dann kam schon die erste Straßenblockade. Irgendwelche Heinis hatten ein paar Reifen und Sägespaene auf der Straße angezündet. Natürlich ein totales Verkehrschaos. So stiegen wir wieder aus und marschierten wieder ein paar Meter zu Fuß. (Per Pedes durfte man passieren) Hinter der Blockade wartete bereits ein anderer Bus und der brachte uns zur nächsten Blockade. Diese befand sich ca. 15 km nach der ersten. Hier war´s nicht mehr so lustig, da Polizei und Militär bis auf die Zähne bewaffnet die Blockierer verjagten. Trotz allem erreichten wir nach 41 Stunden endlich unser Ziel. Von Guayaquil gehts morgen per FLUGZEUG weiter auf die Galapagos Inseln zu einer Bootstour.

Tag 92, 8.5.2001, sonnig, 35 Grad
Nach einer langen Wartezeit am Check in saßen wir um 9:15 endlich im Flieger nach Galapagos! Angekommen auf San Christobal Island gings gleich zum Pier, um ein Boot für die Rundreise zu finden. Nach langem Hin und Her bezogen wir um 13 Uhr die Kapitänskabine (nichts anderes war mehr frei) der DISCOVERY. Nach dem Lunch gings zur Bucht LA LOBERIA um den ersten Kontakt zu den Seelöwen und Iguanes (Leguan) herzustellen. Am Abend spielten wir mit den anderen Bordpassagieren Karten und verkrochen uns um 22 Uhr in die Kojen.

Tag 93, 9.5.2001, sonnig, 34 Grad
Trotz der sehr unruhigen und gewöhnungsbedürftigen Nacht an Bord haben wir relativ gut geschlafen. Während der Nacht fuhr das Boot zur Insel ESPANOLA. Nach dem Frühstück stand unser erster Landausflug auf dem Programm: Die GARDNER BAY, um wieder Seelöwen, Iguanas, Krebse und vor allem Vögel zu beobachten. Man läuft quasi mitten durch die Tierwelt und die Tiere lassen sich nicht stören. Wenn man dürfte, könnte man so ziemlich jedes Tier berühren. Besonders interessant fanden wir die Landungen der Albatrosse: Ein Überschlag und eine Bruchlandung nach der anderen. Erinnert ein wenig an die Übungshänge der Gleitschirmschulen. Bei der anschließenden Schnorcheltour konnten wir Riffhaie, Mantas, Rochen und viele kleine Fische bewundern.

Tag 94, 10.05.2001, sonnig, 35 Grad
Letzte Nacht fuhren wir weiter zur Insel FLOREANA. Frühmorgens konnten wir Flamingos auf Futtersuche beobachten. Am Strand tummelten sich die Meeresschildkröten in der Sonne. Geschnorchelt haben wir heute in einem Vulkankrater. War auch sehr nett. Nur die Strömung machte uns schwer zu schaffen und so konnten wir die Hammerhaie nur sehr kurz sehen. Später gings zur POST OFFICE BAY, hier gibt es einen "Briefkasten", das heißt ein altes Holzfass, in dem man seine Postkarten deponiert. Jeder der diese Stätte besucht, schaut die Karten durch und nimmt diejenigen mit, welche am nähesten seiner Heimat ist, um sie persönlich zuzustellen. Eine Tradition, seit 1793, eingeführt von britischen Seefahrern. Wir nahmen übrigens keine Karte mit, da wir diese ja erst in 15 Monaten zustellen könnten. Am Nachmittag segelten wir weiter Richtung SANTA CRUZ ISLAND, der Insel mit der größten Siedlung in Galapagos.

Tag 95, 11.05.2001, sonnig, 36 Grad
Heute besichtigten wir die Insel SANTA CRUZ. Im Ort befindet sich die CHARLES DARWIN RESEARCH STATION. Dort werden die gefährdeten Riesenschildkröten gezüchtet. Diese werden bis zu 250 kg schwer und über 1,5 Meter lang. Es war wirklich sehr interessant und belustigend, den trägen Tieren beim Fressen und vor allem beim Gehen zuzusehen. Am Nachmittag gings in Hochland der Insel, um Vulkankrater zu besichtigen. Zuletzt gabs noch einen Tunnel in einem Lavafluss zu sehen.

Tag 96, 12.05.2001, sonnig, 35 Grad
Um 6 Uhr wurden wir geweckt, um den Felsen SLEEPING LION mitten im offenen Meer, mit seinen Vogelkolonien zu betrachten. Zu allem hin spielten sich noch drei Wale knapp neben dem Boot, das frühe Aufstehen hatte sich also doppelt gelohnt!! Danach gings zum INTERPRETATION CENTER, um alles über die Entstehung der Inseln, ihrer Bevölkerung mit Menschen und Tieren sowie den EL NINO von 1998 zu erfahren. Später gings wieder zum Schnorcheln. Im Hafen von PUERTO BAQUERIZO konnten wir das Schiffswrack der JULIA, (gesunkener Öltanker Januar 2001) aus dem Wasser spitzeln sehen.

Tag 97, 13.05.2001, wolkig, 34 Grad
Über Nacht fuhren wir weiter zur Insel BARTOLOME. Nach dem Frühstück hieß es "Bergsteigen", zum höchsten Punkt der Insel (112 m). Von dort aus hatten wir einen sehr schönen Blick über die kleine Vulkaninsel, die fast keine Vegetation besitzt. Auch die daneben liegende ISLA SANTIAGO, mit den vielen Vulkankratern, war zu sehen. Später gings weiter zu einem Lavafeld, was auch sehr interessant war. Bei der täglichen Schnorcheltour sahen wir wieder Haie, Schildkröten und Mantas. Gegen Abend konnten wir an einem Strand Reiher und Pelikane beobachten, welche die kleinen frischgeschlüpften Schildkröten aus ihren Nestern fischten. Sehr traurig anzusehen, aber leider ein Gesetz der Natur.

Tag 98, 14.05.2001, wolkig und Regen, 32 Grad
Heute hatten wir zum ersten Mal schlechtes Wetter. Frühmorgens gingen wir in NORTH SEYMOUR an Land, um BLUE FOOTED BOOBIES (Blau Fuß Tölpel) beim Tanzen, Balzen und anschließendem Sex zuzusehen. Außerdem sahen wir viele Fregattenvoegel mit aufgeblasenen roten Ballon am Hals. Beim Schnorcheln sahen wir einen riesen Manta (ca. 4,5 Meter laut Guide) und spielten mit den Seelöwen. Beim Landgang am SOUTH PLAZA konnten wir Landiguanas, Seelöwen, Möwen und Marine Iguanas beobachten. Außerdem gibt es hier Kaktusbäume, die ca. 5 Meter hoch sind.

Tag 99, 15.05.2001, sonnig, 33 Grad
Nach einer sehr unruhigen Nacht mit viel Wasser in der Kabine erreichten wir am Morgen den Hafen von PUERTO BAQUERIZO, um von dort aus wieder mit dem Flieger nach GUAYAQUIL zu fliegen. Hier sind wir nun und morgen gehts weiter nach RIOBAMBA, in die Berge Equadors...

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Bilder zu diesen Reiseberichten:
Galapagos: Idyllische Bucht mit einem Pelikan auf Galapagos Galapagos: Steilküste mit Brandung auf Galapagos Galapagos: Das traurige Ende einer Baby-Schildkröte auf Galapagos Galapagos: Blick über Isla Bartolomé auf Isla Santiago Galapagos Galapagos: Riesenschildkröten auf Galapagos Galapagos: Isla Bartolomé, Galapagos Galapagos: Stefan mit einem Iguana auf Galapagos Galapagos: Rote Krabben auf den Felsen in der Brandung auf Galapagos Galapagos: Verena und Stefan und zwei Seelöwen am Strand auf Galapagos Galapagos: Eine kleine Insel im Sonnenuntergang (Galapagos)


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