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Reiseberichte, Tag 320 bis 329, Neuseeland
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Tag 320, 22.12.2001, sonnig, 25 Grad
Von Taupo gings gestern Abend noch weiter Richtung Napier. Ueber lokale Piloten bekamen wir Infos ueber die Fluggebiete. So gings Vormittags zur "Burma Road", einem Soaring- und Thermikberg. Nachmittags flogen wir am Te Mata Peak, bei guter Seebrise einfach traumhaft! Abends kochten wir wieder einmal, mitten in der Fussgaengerzone, wir rauchten den halben Ort ein, da uns das Fleisch ein wenig zu heiss wurde.
Tag 321, 23.12.2001, sonnig bis wolkig, 25 Grad
Morgens gings nach Ocean Beach, wo wieder super geflogen werden konnte. Wir machten mit den lokalen Poloten einen Punktlandebewerb. Nach zwei Stunden soaren hatten wir genug und es ging wieder zum Te Mata Peak. Der Wind war nicht sehr stark und so waren nur Fluege bis zu 30 min. drin. Abends waren wir noch bei einem lokalem Piloten zum Internetten und Duschen.
Tag 322, 24.12.2001, sonnig, 26 Grad, WEIHNACHTEN
Von Hastings fuhren wir in einem nach Wellington, ca. 300 km in 5 Stunden. Dort checkten wir im bereits gebuchtem Hotel ein und testeten die Matraze. Spaeter noch in die Stadt, wo die letzten Weihnachtseinkaeufer noch hektisch durch die Shoppingsstrassen rannten. Die Neuseelaender werden zu Weihnachten uebrigens richtig verarscht. Die Geschaefte haengen noch am 24.12, gleich nach Ladenschluss, grosse Werbetafen in die Schaufenster: Ab 27.12. alles um die Haelfte! usw. Also, wir wuerde hier Weihnachten, rein aus Geldgruenden, auf den 27.12. verschieben. Abends gingen wir noch ganz fein indisch Essen und anschliessend in die Mitternachtsmesse, wo wir uns bei "Stille Nacht, heilige Nacht" (natuerlich in Englisch) die Kehle aus dem Hals sangen. Wieder im Hotel musstenwir vor dem schlafen natuerlich noch ein zweites mal die Matraze testen. Das war dann unser Weihnachten.
Tag 323, 25.12.2001, sonnig, 25 Grad
Obwohl wir gestern erst gegen 2.30 Uhr zum Schlafen kamen, mussten wir gegen 8 Uhr aufstehen, wir wollten j aunbedingt puenktlich zur Bescherung zuhause anrufen. Es tat ganz gut, nach so langer Zeit wieder die vertrauten Stimmen von unseren Familien zu hoeren. Spaeter genossen wir noch fuer 1,5 Stunden das reichliche Hotelfruehstueck und sahen uns anschliessend "Cats" im Fernsehen an. Leider konnten wir nicht alles sehen, da die Matraze auf ein endgueltiges Testresultat wartete - Note "sehr wiederstandsfaehig". Nachmittags gings mit der Faehre von Wellington nach Picton, auf die Suedinsel von Neuseeland. Die Fahrt ging bei bestem Wetter und kaum Wellengang ueber die "Cook Streit" in die Fjorde der Marlborough Sounds. Einfach traumhaft, auch wenn der Wind sehr stark war. Von Picton fuhren wir weiter nach Nelson, wo wir unser Nachtlager aufschlugen.
Tag 324, 26.12.2001, sonnig, 26 Grad
Mit der oertlichen Flugschule ging's zum Startplatz am "Barnicoate Hill", wo die Seebrise sowie die Thermik schon recht gut war. Also nicht lange gewartet und raus mit den Carbon's. Waehrend Verena mit den "Lokals" um die Wette kurbelte, flog Stefan mit 2 Englaendern die naechsten Berge an. Am Rueckweg hatten sie mit ca. 20 km/h Gegenwind (Seebrise) zu kaempfen. Stefan flog voraus und konnten nur mit Muehe aus einem Tal ohne Landeplaetze herauskurbeln. Einer der beiden Englaender musste in den Baeumen landen, gluecklicherweise ist im nichts passiert. Nachmittags erkundeten wir den Ort Nelson ein wenig.
Tag 325, 27.12.2001, Regen, 21 Grad
Heute gab es mal wieder Regen. Wir widmeten uns dem Waschen und Shoppen. Nachmittags waren wir im Kino und schauten uns Vanilla Sky mit Tom Cruise und Penelope Cruz an. Sprachlich zwar verstanden, doch den wahren Hintergedanken bei diesem Film sind wir nicht auf die Spur gekommen. Wir haetten doch den derzeitigen Kassenschlager "Lord of the Rings" ansehen sollen.
Tag 326, 28.12.2001, wolkig mit Schauern, 25 Grad
Wieder kein Flugwetter, somit trafen wir uns mit Andrea und Richard von der Flugschule, die uns noch einige Infos uerber Fluggebiete gaben. Anschliessend duesten wir nach Kaiteriteri, wo wir Hans-Karl Brutscher im Kimi-Ora-Resort besuchten. Er ist vor ein paar Jahren von Hindelang (Verenas Heimatort) hierher ausgewandert und leitet das Gesundheitszentrum des Resorts. Wir werden uns am Sonntag nochmal mit ihm treffen. Dann fuhren wir ganz hoch in den Norden zum Cape Farewell. Wir wanderten ein wenig durch die schoene, vom rauhen Seeklima gepraegte Gegend und campten schliesslich an einem einsamen Strand einer kleinen Bucht.
Tag 327, 29.12.2001, sonnig mit viel Wind, 25 Grad
Den ganzen Vormittag wanderten wir zu verschiedenen Buchten, an Steilklippen entlang und quer durch Farmland. Der Wind war extrem stark und liess den Sand fliegen. Nachmittags besuchten wir die Pupu-Springs, eine Frischwasserquelle, die durchschnittlich 14 qm/sec. liefert. Es soll die klarste der Welt sein, nur in der Antarktis soll es eine noch klarere geben. Sah auch dementsprechend aus - tief blaues Wasser und wirklich phantastisch klar! Leider ist das Schwimmer darin verboten.
Tag 328, 30.12.2001, sonnig bis wolkig, 25 Grad
Heute wanderten wir 22 km auf dem "Abel Tasman Track", wofuer wir ca. 5 Stunden brauchten. Der Weg fuehrte uns vorbei an traumhaften Buchten, durch Schluchten und auch ueber eine Haengebruecke. Zurueck zum Ausgangsort fuhren wir mit dem "Wassertaxi" - eine Fahrt, die sich lohnte. Wir sahen eine Schule von Orca's (Killerwale). Sie tauchten direkt neben dem Boot auf und sprangen sogar ein wenig. Des einen Freud, dess anderen Leid - die vielen Schnorchler, nur 100 m entfernt, suchten schnell das Weite. Abends trafen wir uns mit Hans-Karl, der uns gleich auf Kaesespaetzle einlud.
Tag 329, 31.12.2001, sonnig, 27 Grad
Von Kaiteriteri fuhren wir zurueck nach Nelson und gleich weiter zu den Nelson Lakes Rotoiti, wo wir ein wenig wanderten. Gegen Abend erreichte wir Blenheim und besuchten Ewald, einen Bekannten von Verena. Er lebte bis vor kurzem in Unterjoch (Nahe Verenas Heimatort), ist aber nun nach Neuseeland ausgewandert. Mit ihm verbrachten wir dann auch unsere Sylvesterparty. Am Stadtplatz spielte eine Liveband und puenktlich um Mitternacht konnten wir mit den ca. 1.500 Zuschaueren ein tolles, organisiertes Feuerwerk beobachten. Hier kauft niemand seine eigenen Raketen. Leider geht um 15. min. Nach Mitternacht alles nach Hause. Ploetzlich war der Ort wie ausgestorben. Also gingen auch wir recht zeitig schlafen.
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