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2008

Dezember 2008

Craciun Fericit !

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und einige Weihnachtspakete sind schon im Casa Speranta eingetroffen. Herr ......aus Linz hat sich wieder als "Christkind" gezeigt und uns die finanzielle Sorge um das Weihnachtsfest genommen. Einen großen, herzlichen Dank nach Linz! Ebenso unserer Hauptsponsorin aus Salzburg (und all`denen, die das Casa Speranta finanziell und moralisch unterstützen)! Ohne sie könnten wir den Betrieb im Casa Speranta nicht mehr aufrecht erhalten.
Sollte noch jemand gut erhaltene Winterkleidung für Jugendliche in den Größen 164 - 172 und neue Stiefel in Gr. 41 oder 42 haben, so bitte einfach als Paket an das Casa Speranta schicken. Sollte einmal etwas nicht passen oder zu viel da sein, so geben wir es an andere Häuser für Kinder weiter.
Anschrift:
Casa Speranta

Parcului nr. 16
8375 Giurgiu
Rumänien



November 2008
Wir hätten die Kinder in den Weihnachtsferien eingeladen, doch es hat sich nicht machen lassen. Es waren zu viele bürokratische Hürden. Sie bleiben also in Rumänien und wir sollten ihnen Winterkleidung schicken, sie haben nichts mehr, sind aus allem raus gewachsen.
Oktober 2008
Der Ausbau des zweiten Badezimmers ist abgeschlossen. Vor dem Bad ist noch ein Vorraum entstanden, hier kann die Garderobe untergebracht werden. Es schaut sehr gut aus. Romica hat die Fliesen und die Türen ausgesucht. Drei der Kinder haben fleißig mit geholfen. Es ist schön zu sehen, dass sie beginnen Aufgaben freiwillig zu übernehmen.
Im Frühjahr 2009 soll dann der Vorratsraum renoviert werden und 3 Dachflächenfenster, die uns die Firma Velux Rumänien gesponsert hat (ein herzliches DANKESCHÖN auch an dieser Stelle) , eingebaut werden. Leider konnten wir das heuer nicht mehr tun, es hat zu viel geregnet.


August 2008
Es ist sehr heiß in Giurgiu und die Kinder dürfen oft das Schwimmbad besuchen.
Juli 2008 August 2008

Die Kinder sind mit uns über Internet wieder in Kontakt. Sie sind traurig, erst jetzt wird ihnen richtig bewußt, dass sie ihre Ferien nicht in Österreich verleben können. Die Freiheit fehlt ihnen, noch 4 Jahre............, dann müßten alle mit der Schullaufbahn fertig sein.
Daniel hat sich heute auch mit ihnen unterhalten. Er ist so froh, dass er es geschafft hat hier in Österreich einen Lehrplatz zu finden. Er würde zwar gerne wieder einmal nach Giurgiu fahren wollen, aber nur für max. 3 Tage.
Wenn er dann hört, dass die Kinder in Giurgiu immer mit Betreuerin unterwegs sein müssen, so kann er das gar nicht mehr verstehen.
Heute bekam ich von einer Dame aus Deutschland, Frau Baumann, dieses afrikanische Sprichwort: Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde erneuern.  Ein DANK an euch alle!
Juni 2008
In diesem Monat, nachdem alle Patenfamilien den Urlaub mit den Kindern schon eingeplant haben, erreicht uns die Mitteilung: Die Pässe der
Kinder sind verschwunden! So etwas gibt es auch..........Da wollte wohl jemand nicht, dass die Kinder kommen.
Es ist oft frustrierend, mit welchen Problemen man sich herum schlagen muss. So, nun ist Umplanen angesagt.
Der Sommer ist lang in Giurgiu, 3 Monate Ferien und das bei Temperaturen um die 42 Grad. Und die Kinder hätten sich so auf die Gasteltern gefreut.

Kurzentschlossen fahre ich nach Giurgiu. Als ich ankomme sind die Pässe plötzlich aufgetaucht. Da war wohl Magie im Spiel.........Doch nun ist es zu spät die Tickets zu buchen, es wäre viel zu teuer für unser schmales Budget.
Es ist heiß, 46 Grad!!!!!!! In der Nacht "kühlt es ab" auf 35 Grad. Ich kann bei der Hitze nicht im Haus schlafen und lege mich in den Bus, er stand den Tag über im Schatten. Die Kinder wachen in der Früh erschöpft auf, sie haben auch nicht gut geschlafen.
Ich entschließe mich mit den Kindern in die Karpaten zu fahren. Da heute gerade die Kommission tagt, die die Zustimmung geben muss, geht sich das auch gut aus.
Dann inspiziere ich das Haus. Wie immer ist wieder einiges kaputt. Die Microwelle ist hinüber, der Staubsauger geht nicht, der Hochdruckreiniger ist nicht da. Ich erkundige mich, wo der sein kann. Nach einigen Recherchen haben wir ihn. Doch der lange Schlauch fehlt auch. Den hat Daniel, bevor er mit mir nach Abtenau gefahren ist, dem Nachbarn geborgt. Der gibt ihn jetzt einfach nicht mehr her. Er sagt den Kindern, das er ihn nur Daniel gibt, und der ist ja in Österreich. Das darf doch nicht wahr sein. Ich gehe hinüber und werde energisch.
Dann gehen wir noch einkaufen auf den Markt. Wir brauchen eine Jause für die Fahrt und Proviant für die ersten 2 Tage. Im Haus wird eine Frau während unserer Abwesenheit Wache halten.
Um 13 Uhr fahren wir los, nach 5 Stunden sind wir da, in dem Blockhaus in Zarnesti.
Hier verleben wir ruhige Ferien und die Temperaturen sind angenehm. Die Kinder waren schon öfter hier und kennen sich aus. Sie sind daheim.
Sie fahren mit ihren Fahrrädern in den nächsten Ort, das Verbandzeug haben sie mit. Das brauchen sie dann auch.
Aus dem Fluss holen sie große Steine, sie spielen mit den Hunden, gehen alleine und mit mir spazieren, sprechen mit dem Nachbarn, oder fahren zu den Bauern.
Gleich am ersten Tag wird Mihai zum Arbeiten und Kochen mit mir eingeteilt. Bisher hat er sich erfolgreich davor gedrückt. Das gibt es hier nicht, alle schauen,....er kocht gut und es schmeckt allen. Die Kinder essen viel und denken immer von einer Mahlzeit zur nächsten. Das sind wohl Waisenhausrückwirkungen.
Am Abend sitzen wir beisammen und spielen Skabble oder unterhalten uns.
Der Höhepunkt ist der Besuch vom Doru. Er wuchs mit den Kindern zusammen im Casa de Copii Oinacu auf. Vor einigen Jahren hat er einen Arbeitsplatz in Brasov angenommen. Er hat ein gutes Benehmen, spricht kameradschaftlich mit den Kindern und berichtigt sie auch, wenn sie sich nicht ordentlich verhalten.

Er erzählt über die Schwierigkeiten arbeiten zu gehen (nur eine Woche Urlaub im Jahr, anstelle von 3 Wochen - 54 Std. arbeiten pro Woche), eine Wohnung zu erhalten, das Leben zu planen. Die Kinder "saugen alles auf". Als er ihnen sagt, dass sein größtes Problem ist ein Fahrrad zu bekommen, er kann es sich von seinem schmalen Gehalt nicht leisten, da schauen mich alle Kinder an........"Marita, meinst du, dass du ihm helfen kannst?" Wir kaufen ein Fahrrad, er hat es sich verdient. Er arbeitet fleißig, hält seine Keller-Wohnung in Ordnung, er braucht Hilfe. Und er gehört auch zu unserer Gruppe, wenn er jetzt auch nicht mehr dabei ist.
Nach diesem Urlaub sind einige Kinder der Meinung, dass sie einmal hier leben möchten. Die Freiheit und Ruhe gefällt ihnen. Vielleicht wird einmal etwas daraus, geplant ist es. Ich nehme mir vor mit Marian, der ja Mechaniker lernt, eine sehr gute Autowerkstatt in Zarnesti zu besuchen.
Für die restlichen Sommerferien hinterlasse ich noch das Geld für Schwimmbadbesuche in Giurgiu. Es kostet pro Kind 3€ pro Tag, teuer. (Die Kinder dürfen nur mit einer Betreuerin zusammen ins Schwimmbad gehen, das ist Gesetz. Ich versuche dagegen zu sprechen, immerhin sind die Kinder schon zwischen 15 und 18 Jahren alt und können höchstwahrscheinlich besser schwimmen als die Betreuerinnen, doch es ändert nichts. Ich werde ans Sozialministerium schreiben)

Wir kaufen noch eine Microwelle, Hygieneartikel für die Kinder, Cornflakes, Kekse, Bonbons, einen CD-Radioapparat usw. ein. Ich gebe ihnen Taschengeld und Geld für die Fahrradreparatur.
Und ich suche Leute in RO, die das Casa Speranta im Herbst renovieren können.
Es war aber auch schön für mich zu sehen, dass sich die Kinder irrsinnig gefreut haben, als sie endlich eine Betreuerin telefonisch erreichen konnten.
Als wir am Ende des Urlaubs wieder in Giurgiu, nach 6 Stunden Fahrt, ankamen, freuten sich alle auf ihr ZUHAUSE. Marian stürmte den PC, Flori umarmte die Betreuerin, Mihai ging gleich zu seinen Freunden, Florin rief die Sozialassistentin an, die mich kennen lernen wollte und Romica genoß den Garten. Den kleinen, süßen Hund, den wir vor unserer Abreise im Garten gelassen hatten, hat jemand entfernt, wie immer.
Essen ist auch keines im Haus, es wird erst morgen geliefert. Wir kaufen wieder ein.
Mai 2008
In diesem Sommer müssen wir unbedingt das Casa Speranta renovieren. Das Dach hält den nächsten Winter nicht mehr durch. Wir brauchen dringend Hilfe. Wer praktisch oder auch finanziell helfen kann, der melde sich bitte.
April 2008
Marita war in Giurgiu, hat wieder alle organisatorischen Dinge geregelt, mit den 5 Kindern die Zukunft besprochen und den Sommerurlaub geplant. Die Geschenke "aus Linz" haben große Freude bereitet.
März 2008

Wir planen den nächsten Urlaubsaufenthalt der Kinder in Österreich. Es wird ca. 4.-25.Juli 2008 sein. "Unsere restlichen 5 Kinder" werden langsam erwachsen. Helfen wir Ihnen, indem wir behilflich sind eine berufliche Perspektive zu finden.

Februar 2008
Lisa aus USA hat die Kinder besucht. Hier ihre Fotos:

http://www.flickr.com/photos/9799098@N03/2253193607/

Mihai wird im Sommer die Hauptschule beenden. Er ist 16 Jahre alt. Für ihn suchen wir einen Lehrplatz im kaufm. Bereich, in RO. Wer kann uns helfen?
Marian: Er ist 17 1/2 Jahre alt, kann außer rumänisch auch gut deutsch und englisch sprechen, ist gut am PC und besucht dzt. die Schule für Mechaniker. Sollten wir keinen Lehrplatz für ihn in RO oder Österreich finden, so wären wir froh, wenn er ein Praktikum in einer Firma absolvieren könnte. Für Ideen, Anregungen sind wir dankbar!
Januar 2008
Auskunft: Gemäss des Gesetzes Nr. 84/1995 betreffend die Lehre, beträgt die Schulpflicht in Rumänien 10 Klassen. Ein Jugendlicher darf nur ab  18 Jahren die Schule verlassen.
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"Unsere" Kinder haben Weihnachten unter einem "echten" Christbaum gefeiert, das war ihnen sehr wichtig. Dank eines Spenders aus Linz bekamen sie alle zusammen 2 Fernseher geschenkt und auch jedes Kind Süßigkeiten.
Vor einigen Wochen bekam unser Haus "Casa Speranta" (Haus der Hoffnung) Zuwachs. Ein 10jähriges Mädchen, Ana, wohnt jetzt auch in unserem Haus. So ist Florentina nicht mehr alleine unter lauter Jungen. Die Kosten für Ana übernimmt der rum. Staat.

Daniel macht sich gut als Kochlehrling im Hotel Moisl/ Abtenau/ Land Salzburg/ Österreich. Unsere Hilfsorganisation hat es als erste geschafft, einem Buben aus Rumänien einen Lehrplatz in Österreich zu beschaffen.
Alles Anfang ist schwer, für alle Beteiligten. Lehrherr(in), Lehrling, Gasteltern, Hilfsorganisation, Organisatorin. Doch wir werden es gemeinsam schaffen. Daniel entwickelt sich jeden Tag ein wenig mehr. Es ist eine große Umstellung für ihn, von NULL auf HUNDERT.
Er muss sich selbst versorgen, muss sich um seine Wäsche kümmern, lernen mit Geld umzugehen, die Sprache lernen, es ist sehr viel für ihn.
Wünschen wir es ihm, dass er es schafft.
Weihnachten in Österreich war ein schönes Erlebnis für ihn, so viel geballte Romantik...........





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