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2009




Vertrauen bringt Vertrauen,
informiert sein bringt Verantwortungsbewußtsein.
Wertschätzung bringt Unternehmenswert,
Menschlichkeit bringt Zufriedenheit

Juni 2009
Im Sommer wären gerne wieder alle Kinder nach Abtenau gekommen, doch wir konnten nicht die nötigen Unterschriften der leiblichen Eltern bekommen - so ist das Gesetz in Rumänien - nicht nachvollziehbar............Eltern geben ihr Kind weg, vergessen es über 15 Jahre und mehr, und haben trotzdem noch die Vormundschaft. Hier müßte endlich einmal etwas geschehen. Für diese Dinge müßte sich die EU Kommission einsetzen und nicht dafür, dass man Waisenhäuser in Ruck-Zuck-Aktionen zusperrt und die Kinder in die Herkunftsfamilien zurück schickt, die sie nie haben wollten. Hier ist viel Leid passiert...........Jeder Ding hat halt 2 Seiten Liebe Grüße nach Brüssel!
Ich werde oft angerufen und gefragt, ob man ein rumänisches Waisenkind adoptieren kann. Leider muß ich immer wieder sagen, dass es nach wie vor nicht möglich ist. Der rumänische Staat möchte das Gesetz nicht verändern. Auch das kann man als Insider und als Außenstehender nicht verstehen.
Es hat sich in den letzten Jahren in den Betreuungseinrichtungen in Rumänien sicher viel verändert und auch verbessert, doch ich vermisse nach wie vor das Interesse am Wohl der Kinder. Wahrscheinlich liegt es auch viel daran, dass es einfach zu viele Kinder sind und dadurch ja auch viele Arbeitsplätze bestehen.
Gestern rief mich ein ehemaliger Junge aus unserer Waisenkindergruppe- Oinacu an. Er sagte am Telefon, dass er jetzt in Italien sei, es dort aber auch zu wenig Arbeitsmöglichkeiten gibt. Und weiters sagte er mir, dass er immer wieder von rumänischen Mädchen hört, die dort in die Prostitution abrutschen.
Daniel arbeitet/lernt inzwischen im David Zwilling Ressort Abtenau-Voglau.

Februar - Mai 2009
Daniel wird in Zukunft vom Verein "Einstieg" noch zusätzlich betreut. Seine Lehre wird in ein Teilqualifizierungs-Lehrverhältnis verändert.
Im David Zwilling Ressort absolviert er dzt. die Probezeit. Zum Hotel Moisl hat er nach wie vor eine gute Beziehung. Im Prospekt ist er abgebildet.
Bei meinem letzten Besuch in Giurgiu konnte ich Robert leider nicht finden.

18.Januar 2009
Ein weiteres Jahr ist vorbei, ich kann es gar nicht glauben. Schon wieder muß ich eine neue Seite anlegen "2009" , ich habe es doch gerade getan....?

Es fängt nicht gut an. Eines unserer Kinder "Robert" hat uns vor 2 Jahren verlassen, er kam zurück zu seinen Eltern und war mit ihnen in Spanien.
Nun habe ich gehört, dass er wieder in Giurgiu ist. Er besucht das Casa Speranta oft. Es ist ihm nicht gut ergangen, meine Befürchtungen haben sich wieder bewahrheitet.
Die Kinder sagten mir, dass sie es Robert angesehen haben wie leid es ihm tut, dass er alles verloren hat. Die Zugehörigkeit zum Casa Speranta, die Nähe zu den Kindern, die Versorgung, die Fürsorge. Er lebt auf der Straße

Was können wir tun? Zuerst braucht er einen Psychologen. Er hat zu viel erlebt um alles alleine zu verkraften. Wir werden ihn versuchen zurück zu holen und dann alles in die Wege leiten.

Daniel: Er hat das erste Lehrjahr als Koch abgeschlossen und befindet sich im zweiten Lehrjahr. Leider hat er jetzt Probleme in der Küche und daher erscheint es uns besser, einen anderen Lehrplatz zu suchen. Das wäre auch nicht so schwierig, doch ist es sehr schwer Arbeitsplatz, Unterkunft und Betreuung unter einen Hut zu bringen. Noch dazu wird eine Gastfamilie in nächster Zeit wenig Möglichkeiten zur Betreuung haben. Es ist sooooooooo schwierig.

Alle schlechten Dinge sind DREI: "Oh Gott, furchtbar!" Vor Jahren kam eines unserer Mädchen zum Vater zurück, Wir suchten sie und fanden sie, in einem Erdloch wohnend. Heute rief sie mich an. Ihre Mutter ist tot, ihre Oma ist auch gestorben und ihr Vater (anscheinend, wenn ich richtig verstanden habe) auch, sie will zu mir.
Ich habe die Kinder aus dem Casa Speranta gebeten bei ihr anzurufen und ihr zu sagen, dass Sie zum Jugendamt gehen soll. Wir werden dann versuchen ihr zu helfen. Oh, was für ein Tag.........................


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