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Allgemeine Info:
Our Name
Casa Speranta (Haus Hoffnung)
romania, is the name of our children's home here in Giurgiu/Southromania. "Use your chance" is the name of our nonprofit humanitarian organization, registered in Bucharest.

This is a home with a Christian atmosphere for orphans. Seven children attend the normal school and one attend the school for hundycapchildren. We try to help them to develop and recover what they lost in their own family situation. Casa Speranta has a capacity for 8 children.

Bukarest. - Etwa 18.000 Kinder wurden in Rumänien in den letzten zwei Jahren ausgesetzt, das ergab eine mit Unterstützung der UNICEF ausgearbeitete Studie. Betroffen sind vor allem die Kinder junger alleinstehender und beschäftigungloser Mütter, die in den Geburtenkliniken zurückgelassen werden. (GS)
Hermannstädter Zeitung Nr. 1933/17. Juni 2005
20.10.2005:
http://www.stern.de/politik/ausland/:Ceausescus-Scharfrichter-Der-Diktator-Henker/547930.html
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A K T U E L L E Infos
über unser Hilfsprojekt in Rumänien
gefunden: http://www.jf-archiv.de/archiv06/200625061627.htm

Dezember 2005
Robert kam in seine Familie zurück. Dzt. ist er noch in Giurgiu, wir beobachten ihn. Die Familie hat kein Essen, nur einen Raum für 11 Personen, kein Wasser im Haus, wenig Kleidung. (wir haben vorher darüber berichtet)
November 2005

Marita Brandlehner war 10 Tage in Giurgiu, sie berichtet:
Ich bin unter Zeitdruck nach Giurgiu gefahren, doch es war notwendig, da unsere Verträge abgelaufen, unzählige Dokumente zu unterzeichnen und Verhandlungen zu führen waren.
Die Kinder haben sich irrsinnig gefreut mich zu sehen und haben mir dann auch gleich ihre Zimmer und Betten gezeigt (sie wechseln oft die Schlafplätze).
Am nächsten Tag kam dann die Ernüchterung. Der Staat Rumänien hat seit September keine Gehälter mehr ausbezahlt und jetzt gibt es auch kein, bzw. sehr wenig Essensgeld für Waisenhäuser und andere Organisationen für Kinder. Das bedeutet, dass die Kinder seit langer Zeit nur noch Bohnensuppe und ein Weißbrot (für 10 Kinder) bekommen. Sie haben also HUNGER........ Die Kinder in unserem Haus "Casa Speranta" können sich glücklich schätzen, sie haben genug zu essen. Ich habe sofort in Auftag gegeben ein Schwein zu kaufen, zu schlachten und einzulegen. Ebenso haben wir für 4 Monate noch Gemüse gekauft und an einem Tag mit dem gesamten Personal es in Essig eingelegt. Somit kommen unsere Kinder gut über den Winter. Die Heizung funktioniert auch gut, es ist angenehm warm.
In Häusern, von anderen Organisationen errichtet, ist es jetzt kalt, ebenso in Waisenhäusern. Dort kommt der Staat für die Unkosten auf, und der kann jetzt nicht bezahlen, somit gibt es auch kein Öl oder anderes Brennmaterial. Die Angestellten bringen oftmals Brennmaterial und Essen von daheim mit.
In der zweiten Nacht meines Aufenthaltes gab es ein schlimmes Erlebnis. Mich weckte um Mitternacht ein lautes Pochen am Fenster....... Schlaftrunken stand ich auf und roch sofort Brandgeruch. Es brannte das direkt an unser Haus angrenzende Nachbarhaus und unser Dach und Kamin. Unsere Angestellte telefonierte um die Feuerwehr, da explodierte schon die erste Gasflasche, ich riss die Kinder aus dem Bett, die waren natürlich total müde. Es war schwer die größeren Kinder aus den oben liegenden Stockbetten zu bekommen und dann schob ich alle vor mir her ins Freie. Dann standen wir im Pyjama draußen, total geschockt, die ganze Umgebung durch das Feuer hell erleuchtet.....Ich brachte die Kinder zur Nachbarorganisation Bethel, die sie sofort aufnahmen. Hier nochmals ein herzliches DANKESCHÖN.
Es kamen dann auch sofort 3 Feuerwehren, das funktionierte super. Man brachte die 99jährige Nachbarin ins Krankenhaus, nach 2 Tagen war sie wieder daheim.
Zum Glück ist der Schaden an unserem Haus auch nicht groß. Es sind halt die Sachen, die am Dachboden gelagert waren, verbrannt und einige Meter Holz am Dachstuhl müssen erneuert werden. Aber das hatten wir sowieso für das Frühjahr 06 vor. Nun haben wir Plastik und Dachpappe aufs Dach gelegt, damit kein Regen hinein kommt. Es wird Schnee ab 20.11.05 erwartet.

Erstes Kennenlernen der Mama.................

Zur Ablenkung der Kinder haben wir dann unser Programm geändert und sind gleich am nächsten Tag in der Früh zu einigen leiblichen Familienangehörigen der Kinder gefahren. ( Das Ministerium hat letztes Jahr die Familienangehörigen der Kinder ausfindig gemacht. Wir brauchen von den Familienangehörigen eine generelle Unterschrift, dass sie in Zukunft einer Urlaubsfahrt der Kinder in den EU-Raum zustimmen.) Und ich hatte versprochen bei dieser Gelegenheit (letztes Jahr brauchten wir 2.000km um alle Eltern zu finfen) den Kindern es zu ermöglichen ihre Mütter oder Väter das erste Mal zu sehen. Es war berührend........
Marian war der Erste. Er hat sich sein ganzes Leben lang nach seiner Mutter gesehnt, nun sah er sie, hier die erste Umarmung........

Marian und Mama
Sie liefen auf einander zu und umarmten sich. Wer ist hier der Stärkere? Die Mutter ließ ihn im Krankenhaus zurück. man sagte ihr, dass Marian sterben wird. Er überlebte aber ohne Wissen der Eltern, stark wie er ist. Seine Mutter sagte ihm, dass sie sich freut ihn zu sehen, er kann aber nicht zu ihr kommen. Sie haben ein schweres Leben, noch 3 Kinder und sehr wenig Platz im Haus. Marian sagte ihr, dass er glücklich im Casa Speranta ist und dass es genug zu essen gibt. Der "Funken" ist nicht über gesprungen. Irgend wann werden wir sie wieder besuchen. Im Moment ist es sein größtes Bestreben einen guten Beruf zu erlernen, dann Geld zu verdienen, um seinen Eltern ein besseres Leben zu ermöglichen.............
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Der Zweite war Romica. Er war total aufgeregt. Als wir aus dem Bus stiegen, rannte seine Mutter uns entgegen, als ob sie es gespürt hätte. Sie hat wohl 13 Jahre auf diesen Augenblick gewartet und es war total berührend. Ich werde es nie vergessen. Seine Mutter hat ihn ledig bekommen, jetzt ist sie verheiratet und hat noch 3 Kinder. Um das Haus herum ist es peinlich sauber. Ich hatte einen sehr guten Eindruck, nur sind sie halt auch total arm. Der Ehemann sagte dann, dass er sich freut ihn zu sehen, doch kann er Romica nicht als Sohn akzeptieren, da er nicht sein Kind ist. Alle weinten. Sie möchten ihn einmal in den Ferien einladen. Wir werden das ermöglichen, indem wir Essen für den Zeitraum des Ferienaufenthaltes mitgeben. Doch von Giurgiu bis zu seiner Mutter sind es 3-5 Stunden mit dem Auto. Mit dem Bus oder ä. wohl einen Tag.
Romica und Mama Daniel mit Familie
Dann besuchten wir Daniels Mutter, er kommt aus einer Zigeunerverbindung. Seine Mutter ließ ihn im Krankenhaus nach der Entbindung zurück, da man ihr sagte, dass er stark behindert sei.
Nun sah sie das erste Mal ihr Kind, inzwischen so groß wie sie selbst und konnte es gar nicht fassen, dass er so hübsch und nett ist. Sofort sagte sie, dass er zu ihr kommen kann. Doch Daniel sagte, dass das nicht möglich sei, da er zur Schule muss, und überhaupt, er kann ja mit 18 Jahren dann kommen. (Zum Glück wußte keiner, dass er ungern zur Schule geht). Aber die ganze Sippe, über 100 Leute, begrüßten ihn. Es war total interessant und alle waren lustig und von ihm begeistert. Aber halt für Daniel eine andere Welt, in der er dzt. nicht leben möchte.

Danach fuhren wir zu Mihai`s Mutter. Der Vater ist gestorben.Sie hat 4 Söhne. Alle sind aus dem Haus, jetzt lebt sie alleine. Sie hütet Schafe. Mihai war vor 5 Jahren kurze Zeit bei ihr, damals brachte seine Mutter ihn wieder zurück ins Heim. Sie wurde von seinen Brüdern geschlagen und hatte wohl auch Angst um ihn. Er kann sie in den Ferien besuchen, wir müssen halt ständigen Kontakt (was jetzt per Handy möglich sein wird) zu ihm halten um sicher zu gehen, dass ihm nichts geschieht. Beide freuten sich über das Wiedersehen. Unterschrieben hat sie mit Daumenabdruck.
Mihai mit Mutter
Florentinas Mutter besuchten wir auch. Sie hat 10 Kinder, nur eine Tochter wohnt daheim. Flori hat sich so gefreut, doch die Mutter umarmte sie kurz, drehte sich dann um und sagte, dass sie nicht bleiben kann. Für Florentina blieb kein gutes Gefühl zurück. Aber sie hielt sich danach an mir fest und wir sprachen über ihren Bruder, der sie oft besucht und den sie sehr liebt. Sie machte mir dann in den nächsten Tagen Schwierigkeiten, was wohl verständlich ist.

Roberts Mutter besuchte ich auch. Wir sprachen lange miteinander, eine sympathische Zigeunerin, doch wahrscheinlich hat sie mich belogen, was Roberts Zukunft betrifft. Sie hat beantragt Robert zurück zu bekommen. Sollte das geschehen, so hoffen wir von Herzen, dass Robert nicht in schlechte Gesellschaft kommt oder misshandelt wird. Es war mir nicht gestattet mit dem zuständigen Richter zu sprechen. Hier gehört das Gesetz an EU-Norm angeglichen.

Die Mutter von Florin, sowie den Vater von Florin und Andrei werden wir im Frühjahr besuchen. Sie wohnt weit entfert, bis zu ihnen müssen wir 5 Stunden mit dem Auto fahren.
Es war ein erlebnisreicher Tag, keiner möchte ihn missen.

Für das Esszimmer kaufte ich Bezugstoff. Die Eckbank wurde damit neu bezogen, jetzt schaut alles wieder sauber und ordentlich aus.
Für das Wohnzimmer besorgten wir einen dicken Teppichboden und kauften auch eine neue Couch. Hier ein Foto:



Den Internetanschluss nutzen wir täglich, eine für uns tolle Sache, so sind wir in ständiger Verbindung.
Die Kinder sind jetzt alle zwischen 12 und 15 Jahren alt und brauchen Beschäftigung in ihrer Freizeit. Sie helfen zwar in der Küche, doch das ist zu wenig. Wir sind am Überlegen, ob wir ev. einen kleinen Bauernhof kaufen sollten, hier könnten die Kinder den Boden bearbeiten und einige Tiere halten, was ihnen gefallen würde. Die Nachbarorganisation Bethel hat so einen Bauernhof und sie sind zufrieden damit. Wir werden das im Auge behalten, vielleicht finden wir ein preisgünsiges Objekt.
Diese Landwirtschaftsprojekt für die Kinder des Casa Speranta würde dann eine zeitgemäße Ausbildung in Tierhaltung, Gemüseanbau, Agrikultur unter ökologischen Aspekten beinhalten und wieder ein Schritt weiter in Richtung Unabhängigkeit von Spenden und Hilfstransporten sein.

Herr Emilian Doru Rotaru wird mich in Zukunft, bis auf Widerruf, in Rumänien bei Rechtsangelegenheiten vertreten.
Bei Frau Cristina Ruse - Bucur habn wir uns mit einem Geschenk für die langjährige, kostenlose Mitarbeit als Leiterin unseres Hauses bedankt. Sie wird sich in Zukunft anderen Aufgaben widmen.
Die Kinder werden in diesem Jahr nicht zu Weihnacht

en nach Österreich kommen. Wer möchte, kann aber ein Paket schicken. Immer benötigt werden Socken, Hausschuhe, Unterwäsche, Rolli. Natürlich sind uns Spenden, in welcher Formauch immer, herzlichst willkommen.
Oktober 2005
Endlich haben wir im Casa Speranta einen Internetanschluss und 1-2 Computer. Einer ist einsatzbereit, der zweite will noch nicht ganz... Vielen Dank an Fam. Wieser und Firma Atomic. Nun ist es auch den Gastfamilien möglich mit "ihren Kindern" zu mailen.
Jetzt strapazieren wir den Yahoo-messenger fast täglich. Super, dadurch sparen wir Telefonkosten und wir erfahren das tägliche Allerlei sofort.

Robert musste zum Gericht, seine leiblichen Eltern sammeln alle ihre 10 Kinder, die in Heimen und Pflegefamilien leben ein,um nach Portugal auszuwandern. Nun wollen sie auch ihn zurück haben. -
Robert ist aber zerrissen, auf der einen Seite möchte auch er von der Mutter und den Geschwistern geliebt werden, auf der anderen Seite möchte er die Sicherheit des Casa Speranta nicht missen. Wer weiß, was in Portugal auf ihn zukommen würde, schon früher haben ihn die Eltern im Winter aus der Wohnung geworfen und er musste im Park schlafen, gewärmt von einem Straßenhund. Er darf alleine entscheiden, was er möchte. Schwer für ihn, wir können ihn nur stützen.
September 2005
Seit 17.9.05 ist die Eisenbahnstrecke Bukarest -Giurgiu wegen Hochwasser gesperrt. Die Brücke über den Fluss Arges hat den Wassermassen nicht mehr Stand gehalten und muss repariert werden, der Verkehr wird umgeleitet.

Ende August 2005
Der Kurzurlaub in Italien, am Campingplatz Mediterraneo, wurde finanziert von Familie Mätzler. Vielen Dank!

Lese- Spiel-und Gamboystunde im Wohnwagen am Regentag Das Schwimmbad hat ihnen besonders gut gefallen


.
1.8.2005
Die Kinder sind wieder für 3 Wochen auf Urlaub in Österreich. Die Einladung wurde von den Gasteltern finanziert. Inzwischen ist schon alles zur Gewohnheit geworden. Die Kinder kennen sich überall aus und können jetzt auch schon alleine das Schwimmbad besuchen. Einen Nachmittag haben wir zur gemeinsamen Wanderung genutzt.
In der Zeit, da die Kinder hier sind, wird das Casa Speranta in Giurgiu ausgeweißt und die Heizungsanlage eingebaut. Außerdem muss ein Blechdach erneuert und der Vorratsraum saniert werden . Da die 3 1/2 Wochen im Lammertal dafür zu kurz waren, haben wir noch kurzfristig einen Campingurlaub in Italien gebucht. Voller Erwartung, mit vielen Lebensmitteln im Kofferraum, 3 Zelten und einem Wohnwagen ging es dann auf zum Campingplatz Mediterraneo. Es hat den Kindern dort sehr gut gefallen, trotz 2 Regentagen. . "Doch an erster Stelle stehen die Gastfamilien", haben sie zum Abschied gesagt.

"Unsere" Waisen Kinder sind wieder auf Sommerurlaub, hier im Salzburger Land, bei Gastfamilien.

Petrica Cercel ist mit Doru Rotaru und einer Dame vom Jugendamt 2.000km, mit unserem Bus, in Rumänien herum gefahren. Sie benötigen die Unterschriften von einem leiblichen Angehörigen der Waisenkinder, sonst dürfen sie nicht aus Rumänien ausreisen und könnten den Sommerurlaub nicht in Österreich verleben. Für die Kinder eine schlimme Sache. Der Urlaub bei "ihren Familien" in Österreich ist für die Kinder inzwischen das Wichtigste in ihrem Leben geworden.

Den Kindern geht es gut. Inzwischen sind sie zwischen 11 und 15 Jahren alt. Diese Woche wollen sich alle Gastfamilien mit den Kindern zu einer Wanderung treffen. Der Rückreisetermin wird zwischen dem 16 und 25 August liegen.

In Giurgiu wird inzwischen die 380 V Energieversorgung beantragt (ein kompliziertes Verfahren), dann die Heizung eingebaut und danach werden die Räume ausgeweißt. Die bestehende, verzogene Haustür wird durch eine Haustür aus Abtenau ersetzt. Außerdem wird eine Raum für Vorräte adaptiert. Es gibt also viel zu tun.

Leider ist einen Tag nach der Abreise aus Giurgiu im Casa Speranta eingebrochen worden. Es wurde einiges gestohlen, u. a. 2 Radiorecorder, Gameboy, Playstation und Spiele, Klemmlampen fürs Bett .... Natürlich ist auch der Einbruchsschaden groß. Die Polizei ermittelt. Wahrscheinlich verläuft sich die Spur aber im Sand. (Die Nachbarn wissen immer sehr genau, wann die Kinder weg sind. Mit ihnen gibt es ständig Schwierigkeiten. Sie haben Kontakte zu Leuten, die bereits wegen Diebstahl im Gefängnis waren. Kaum vergessen die Kinder etwas im Garten, ist es schon weg.........) Der Nachbar zur anderen Seite ist starker Alkoholiker, er verprügelt seine Frau und quält seine Tiere, die Polizei schaut weg. Für die Kinder ist es sehr schwer sich ihre heile Welt zu bewahren.
So schaut es jetzt um das Casa Speranta herum aus:

Brief von Isabell:
Hallo Marita,

heute komme ich dazu ein paar Zeilen an dich zu mailen. Zuerst einmal moechte
ich dir noch einmal dafuer danken, dass ich hier in Rumaenien seien durfte
und Einblick in diese sehr interessant Arbeit nehmen konnte.
Die Zeit hier verging doch sehr schnell und ich habe gar nicht gemerkt, wie
die Zeit rast.
Vieles von der Arbeit ist vergleichbar mit der Arbeit in Deutschland.
Doch besonders spannend war fuer mich, die Angelegenheit mit den Aemtern.
es ist doch vieles so schwer....
Die Kinder haben alle eine besondere Chance von dir erhalten. In ihrer
Vergangenheit haben sie sicher vieles entbehren und erleben muessen.
Jedes Kind hat seine eigene Besonderheit und mit jedem kind muesste Schritt
fuer Schritt die Vergangenheit aufgearbeitet werden, sonst begleitet sie
dies ihr Leben lang.
In der momentanen Situation im Casa ist es jedoch sehr schwierig.
Das Personal ist sehr bemueht alles sehr sauber zu halten
Meiner Ansicht nach fehlt ein Spezialist, ein Psychologe,  (ein Mann) der von auswaerts ins
Haus kommt und mit den Kindern alleine oder in Kleingruppen spielerisch ihre
Vergangenheit aufarbeitet.
Die Jungs sind in einem sehr kritischen Alter und es fehlt die Begleitung zum
Erwachsen-werden.
Klar, in Deutschland ist das auch immer mit wenig Personal schwierig. Doch
ich denke, wenn eine Vertrauensperson da ist, dann ist das fuer die Kinder
gut.
Sieben Kinder ist nicht unbedingt zuviel, doch alles in diesen Raeumlichkeiten
gut zu gestaltet ist schwierig, da es keine Rueckzugsmöglichkeiten  gibt.

Und was ich nicht gut finde ist, dass das Personal verpflichtet ist, ein Art Tagebuch zu schreiben und es
dem ....zu zeigen und der er derjenige,der die letzte Autoritaet
darstellt

So, das war es fuers erste

viele liebe Gruesse Isabell

Ich wollte dir nochmal schreiben, dass wenn du Hilfe brauchst,
helfe dir gerne. Ich spuere Deine Liebe zu den kids und kann diese Liebe nachvollziehen.
Es waere mir eine grosse Freude dich in Deiner Arbeit weiter hin zu
unterstuetzen.
Wenn ich koennte ich wuerde sofort mit dir arbeiten. Aber ich mache mein
Studium fertig und werde dann mal sehen, ob es dann einen Weg fuer mich
gibt. Ich weiss das Gott mir meinen Weg bereitet hat. Und dafuer bin ich ihm
dankbar. Marita, es war in letzten Wochen nicht immer leicht, doch das liegt
nicht an den kids sondern an der Situation vor Ort.


Vielen Dank Isabell!
.
16.6.2005
Letzte Woche haben wir erfahren, dass neuerdings die leiblichen Eltern der Waisenkinder ihre Unterschrift geben müssen, wenn die Kinder ins Ausland auf Urlaub fahren wollen. Das ist wieder mal irrwitzig: Die Eltern kümmern sich nie um die Kinder, haben sie noch nie besucht und haben noch Rechte........... Das Gesetz gehört geändert. Jetzt fahren unsere Angestellten mit Leuten vom Jugendamt in Rumänien herum, um die leiblichen Eltern zu finden. Und das kostet natürlich auch wieder Zeit und Geld.
29.5.2005
Marita Brandlehner war Anfang Mai wieder für 10 Tage in Giurgiu. Die Kinder freuten sich sehr. Sie entwickeln sich gut und freuen sich wieder auf einen Sommerurlaub bei "ihren" Paten- Familien in Abtenau. Währenddessen sie in Österreich sind soll im Haus eine Heizungsanlage eingebaut werden. Die Lebenserhaltungskosten sind wieder stark gestiegen, es fällt uns immer schwerer mit dem monatlichen Spenden aus zu kommen. Wie man sehen kann, ist im Haus Farbe und Fröhlichkeit eingekehrt.
1.4.2005
Die Kinder haben dzt. 2 Wochen Ferien. Mit unserem Bus können sie nun einige Ausflüge in die nähere Umgebung unternehmen. Gestern besuchten sie Bukarest. Sie gingen dort spazieren, in den Zoo und zu Mc. Donald`s.

17. Februar 2005
Isabell Hofbauer ist jetzt für 5 Wochen ehrenamtlich im Casa Speranta tätig. Sie ist ein ganz lieber Mensch und die Kinder sind glücklich, dass sie bei ihnen ist. Leider wurde ihr der Anfang durch das DPC Giurgiu sehr schwer gemacht. Sie verlangten Zeugnisse von ihr, Bestätigungen von mir und erwarten, dass sie ein Protokoll schreibt.
3.Februar 2005
Ich habe einen Anruf aus dem Casa Speranta erhalten. Die Stromversorgung ist nun total zusammen gebrochen. Der Kostenvoranschlag für eine neue Installation beläuft sich auf 450€. Die Ro-Vignette für unseren Bus mussten wir auch kaufen. Für ein halbes Jahr ca. 180€!!! Das ist schon Wahnsinn.
allgemeine Info:

Eine zweite Bausparkasse will sich in Rumänien niederlassen. Wüstenrot Österreich hat das Land auf dem Balkan ins Visier genommen. In Osteuropa ist Wüstenrot in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Kroatien präsent. "Wir sehen uns gerade Rumänien an," erklärte Generaldirektorin Susanne Riess-Passer der österreichischen Tageszeitung Die Presse. Wüstenrot wird hierzulande gegen die deutsch Bausparkasse Schwäbisch-Hall antreten müssen. Diese verkauft über ein Gemeinschaftsunternehmen der Raiffeisen Bank Rumänien und der österreichischen Raiffeisen Bausparkasse seit vergangenem Jahr Bausparverträge. Allein im ersten Jahr seit der Gründung haben knapp 50.000 Rumänen einen Bausparvertrag abgeschlossen. Die staatliche Prämie beläuft sich auf 30% der Ersparnisse, der Zinssatz des Baukredits auf feste 6%.


20. Januar 2005
In unserem Haus in Giurgiu gibt es wieder Schwierigkeiten. Ein Kachelofen kann nicht benutzt werden. Die Elektroradiatoren sind kaputt und nicht mehr zu reparieren. Nun planen wir eine Heizung für das Haus.
Die Kinder warten immer auf Telefonanrufe der Pateneltern und belagern das Telefon, sowie ich anrufe.

Anfang Januar 2005
Nach einer 24-stündigen Fahrt mit unserem alten, ehemaligen Voglauer Möbel VW-Bus , erreichten die Kinder am 22.12.04, müde aber glücklich Abtenau.
Aufregung und große Vorfreude war überall zu spüren.

Daniel, Marian, Romica, Florentina, Florin, Robert und Mihai verbrachten schöne Tage im Kreise ihrer so lieb gewonnenen Patenfamilien.
Sie genossen das herrliche Wetter, den Schnee und die Fürsorge durch die Patenfamilien.



Gestärkt durch viel frische Luft beim Ski fahren, Schneewandern, rodeln und durch die gute Betreuung haben sie dann am 04.01.05, mit einem vollgepackten Bus, wieder die Heimreise nach Giurgiu angetreten. Florentina fiel der Abschied schwer, doch die Jungen gehen damit schon gewohnheitsmäßig gut um. Sie wissen, dass sie im Sommer wieder kommen können.



Ein herzlichen Dank gilt den Betreuern Petrica und Ionut, die ihren Urlaub hergaben um die Kinder nach Österreich zu begleiten, sowie den Pateneltern, die die Einladung unterstützt durch Fa. Comtech und Jörg Thems, finanzierten.

(c) 2001-2016, Brandlehner