Home Startseite | « zurück | 2006


2006

Aktuell:

Für alle auf und über dieser Homepage gesetzten Links, bzw. Abschriften, übernehmen wir keine Haftung bzw.Garantie.

Hier ist ein Schreiben der EU Kommissarin für Außenbeziehungen und Nachbarschaftspolitik, Frau Dr. Ferrero Waldner an den Verein "Lammertaler Hilfe für rumänische Waisenkinder"
Brief EU Kommissarin Dr. Ferrero Waldner.jpg

Oktober 2006
Die letzten Monate waren sehr ereignisreich. Zuerst waren "unsere" Rumänienkinder bei uns in Österreich wieder 3 Wochen auf Erholungsurlaub. Dann begann der spannenste Teil. Wir durften an der mobilkom mirno more Friedensflotte 2006 teilnehmen.
Die Reise begann am 16.9.2006 in Abtenau.
Wir starteten um 4 Uhr morgens. Alle waren aufgeregt.
Um 9 Uhr waren wir pünktlich wie ausgemacht in Izola (SLO), dort lag unser Segelschiff, our dream, vor Anker.
Die Eignerin und Skipperin Christine Vogt und der Co Skipper Ewald Musser waren schon da und begrüßten uns herzlich. Das erste Begehen des Segelschiffes über den schmalen Steg war gewöhnungsbedürftig. Wir durften uns dann unsere Kojen aussuchen und den Umgang mit den Toiletten erklärte man uns. Zur Begrüßung lagen schon unsere T-Shirts, die mobilkom Kappen und ein Badehandtuch vom Hochseeyachtclub bereit. Wir waren begeistert. Die our dream ist schon etwas älter, doch sie hat viel Flair und Romantic. Wir lernten ihr zu vertrauen und sie zu lieben.

Bei strahlendem Sonnenschein, mit viel Proviant an Bord, fuhren wir los. Die Kinder probierten natürlich erst einmal alles aus. Welche Leinen und Seile wohin gehören, wo die Fender angebracht und auch verstaut werden, wie man die Knoten macht und natürlich, wie man das Segelschiff steuert. Ewald und Christine waren sehr geduldig und wir alle genossen die Ruhe und die Kraft des Meeres. Etliche Stunden bei hohen Wellengang mussten wir auch überstehen, doch rückblickend war auch das ein tolles Erlebnis. Trotzdem es uns sehr an die Titanic und Weltuntergangsstimmung erinnert hat.
Zum Glück hatten wir vorgesorgt und alle Regenkleidung dabei.
Am Abend legten wir meistens in einem Hafen an oder in einer Bucht, wo wir dann schwimmen gehen konnten. Christine, Ewald oder ich kochten an Bord. Das pendelte sich bald ganz toll ein. Und unsere Kinder spielten entweder unter Deck Karten oder sie waren an Deck beschäftigt.
Sogar eine sternenklare Nachtfahrt durften wir erleben, wunderschön.

Am 19.9. kamen wir dann in Vodice (Kroatien) an. Fast alle 72 Segelschiffe waren schon da. Wir lernten die anderen Hilfsorganisationen, die ca. 450 Kinder und die Betreuer kennen.
Die Stimmung war toll. Alle Kinder nahmen sofort an den Veranstaltungen teil wie Malwettbewerb, Buttons entwerfen, Fußballspiel, Kinderdisco und Greenpeace - Meeresökologie. Sie schlossen Freundschaften mit Kindern aus anderen Gruppen und waren nur da, wenn wir einen fixen Termin hatten.

Dann kam das große Friedensfest am Marktplatz von Vodice. Alle Gruppen brachten einen Beitrag. Wir sangen mit der Concordia - Gruppe zusammen ein Friedenslied.
Die Stimmung war unbeschreiblich gut. Am nächsten Tag stand in der boardletter:
Eine neue Farbe im Regenbogen - Rumänien





Boardletter: Heute, am 21.9.06 konnte man um 9:00 Uhr im Hafen von Vodice ein beeindruckendes Erlebnis beobachten - 73 Schiffe, die unter Segel alle gemeinsam der strahlenden Sonne entgegenfuhren! Man kann es kaum beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Alle TeilnehmerInnen verfolgten das Bild von ihrem jeweiligen Schiff aus, hielten sich im Arm und staunten . Das wunderbare Wetter unterstützte das Bild noch zusätzlich!

Bevor die Schiffe wieder sternförmig in Richtung ihrer Ausgangshäfen auseinanderstreben mussten, wurden noch von allen Kindern gleichzeitig Luftballons mit Friedensbotschaften gestartet. Das Zeichen, das die mobilkom austria Friedensflotte mirno more 2006 für Frieden und Toleranz gesetzt hat, sollte damit symbolisch in die Welt hinausgetragen werden.
Dann kam für uns der Abschied von den anderen Gruppen. Wir hatten wieder eine lange Rückreise vor uns nach Izola. Doch das Aufsteigen der Luftballons, der Friedensgedanke so geballt vereint, die Stimmung mit den anderen Segelschiffen auf offener See, einfach wunderbar.


Diese Woche wird uns unvergessen bleiben. Wir danken allen, die es uns ermöglicht haben daran teilzunehmen. Der Friedensflotte Salzburg, Jörg Thems aus Deutschland und einem ungenannten Sponsor. Weiters Christine und Fritz Vogt, die uns ihr Schiff kostenlos zur Verfügung stellten und auch verköstigten und Ewald, der uns seine Zeit und Geduld gab. Allen ein HERZLICHES DANKESCHÖN
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wörterbuch der Kommunikation zwischen den Waisenkindern und mir per yahoo-messenger:
maltaid = Mahlzeit

in doici vaisis niht. = in deutsch weiß ich es nicht

ich ais unt scholade = ich esse eine Schokolade
fiatich = fertig
zaghe = sage
wichet? = wie gehts?

3.8.2006
Die Kinder werden uns vom 27.8. - 16.9.2006 wieder besuchen. Danach dürfen sie eine Woche mit der Friedensflotte mit segeln. Info unter: www.mirnomore.at
Dzt. besuchen sie manchmal das Schwimmbad, gehen Fußball spielen, oder helfen im Garten.
Lt. letzten Informationen ist "unser" Robert mit seinen Eltern wieder in Giurgiu. Genaues wissen wir noch nicht.
23.4.2006

Das Hochwasser in Rumänien hat schon 20 Bezirke erreicht und großen Schaden angerichtet. Auch im Hafen von Giurgiu, 1,5km vom Casa Speranta entfernt, ist die Donau bereits über die Ufer getreten.
Überall werden Sandsäcke zum Schutz aufgestapelt. http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/615208.html Wir gehen davon aus, dass das Hochwasser unser Casa Speranta am Mittwoch, 26.4.2006, erreichen wird. Ein weiteres großes Problem ist das Abwasser. Es wird durch den steigenden Grundwasserspiegel hinauf gedrückt.
26.4.2006

Wir haben noch einmal Glück gehabt, das Hochwasser geht zurück.


Mai 2006
In diesem Jahr werden wir die Kinder vom 27.8. - 16.9.2006 nach Österreich zu ihren Patenfamilien einladen. Weiters dürfen sie danach an der europäischen "Friedensflotte"für sozial benachteiligte Kinder vom 16.9.- 24.9.2006 teilnehmen.

Juni 2006

Marita Brandlehner war am 10.6.06 in Wien und hat sich mit Frau Prof. Kamil vom Schulschiff Wien, deren Kollegen und ev. zukünfigen Sponsoren getroffen. Es wurde über eine ev. Zusammenarbeit ab Herbst 2006 gesprochen.
Die Schüler und Lehrer des Schulschiffes haben das Casa Speranta und das Waisenhaus in Oinacu im letzten Jahr besucht, dort Kontakte geknüpft und auch Spenden gebracht. Alle zeigten sich damals tief beeindruckt von den Kindern und den Umständen, unter denen sie aufwachsen.
Am Abend hat Marita am 1. Treffen der Friedensflottenteilnehmer in Wien teil genommen und auch Frau Vogt, die das Segelschiff kostenlos zur Verfügung stellt, kennen gelernt. Hier schon vorab ein herzliches DANKESCHÖN an Herrn und Frau Vogt.
Es wurden alle rechtlichen Fragen, die medizinische Versorgung sowie der Ablauf der Segelwoche besprochen.


(c) 2001-2016, Brandlehner