Home Startseite | « zurück | Land und Leute


Rumänien mit der Hauptstadt Bukarest als staatliche Einheit gibt es erst seit 1862.
Rumänen sprechen eine romanische Sprache mit slawischem Einfluß. In der Gegend von Siebenbürgen leben viele deutschsprechende und auch ungarischsprechende Rumänen.
Die Rumänen sind mehrheitlich rumänisch-orthodoxe Christen.
Die Bevölkerungszahl liegt bei 22,5 Millionen Einwohnern. -
Fläche: 237,500 Quadratkilometer.
In der Hauptstadt Bukarest leben 2.027.512 Einwohner (1996).
Das Gebiet des heutigen Rumäniens ist ein Land mit fruchtbaren Ackerböden diesseits und jenseits der Karpaten.
Ende des 18. Jahrhunderts begann das Russische Reich unter Kaiserin Katharina mit der Verdrängung der Türken aus den Balkanstaaten, doch noch heute kann man an den Baustilen die Einflüsse der verschiedenen Kulturen erkennen.


Seit 1965, als Nicolae Ceausescu Präsident von Rumänien wurde, begann eine durch den Geheimdienst abgesicherte Diktatur mit allen ihren Folgen. Unter anderem verbot Ceausescu die Geburtenkontrolle, das füllte die Waisenhäuser....
Der Autokrat hatte seinem Volk die Fruchtbarkeit befohlen und den Frauen Abtreibungen vor der Geburt ihres fünften Kindes verboten. Doch fünf Kinder und mehr konnte unter dem ausbeuterischen Regime kaum eine Familie ernähren. So wurden unzählige Neugeborene ausgesetzt, oftmals waren sie behindert, nachdem die Mütter versucht hatten, die Föten mit Medikamenten und Drähten abzutöten. Ceausescu wollte bis zum Jahr 2000 zeigen, wie fortschrittlich, gesund und leistungsstark seine Nation ist.
Die verfehlte Politik führte auch zu einem gewaltigen sozialen und ökonomischen Rückschritt, zu einer Verarmung des einst so reichen Landes mit seinen gastfreundlichen Menschen.









Der Wechsel des politischen Regimes im Jahre 1989 brachte die tragische Situation der vielen rumänischen Waisenkinder und auch Sozialwaisen in den Kinderheimen ans Licht. Die wirtschaftlichen und politischen Reformen seit der Wende haben die Zahl der verlassenen Kinder nicht gesenkt (außer auf dem Papier).
Im Moment ist der Staat Rumänien dabei für die vielen Waisenkinder andere Möglichkeiten der Unterbringung zu schaffen. Die Waisenhäuser sollen bis zum Sommer 2003 geschlossen werden. Aufgrund dieser "HAU-RUCK Aktion" kommen viele Kinder in ihre Herkunftsfamilien zurück, wo es ihnen meist noch schlechter geht. Auch werden viele Leute zu Pflegeeltern ausgebildet, was in dieser kurzen Zeit zu einem stark erhöhten Qualitätsmangel führt.
Das Interesse des Staates Rumänien an Auslandsadoptionen ist sehr gering, da man die Einmischung von außen nicht gerne sieht.
Dagegen ist man bemüht, die Angebote der Hilfsorganisationen zu unterstützen. Allerdings dauern die rechtlichen Abwicklungen zur Gründung einer Hilfsorganisation in Rumänien (wie wir es derzeit betreiben) eine "Ewigkeit" und der Bürokratismus freut sich.

..






Spenden auf Anfrage unter : marita@brandlehner.at Tel 0043 (0) 664 4434311

(c) 2001-2016, Brandlehner