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2011 News aus dem Casa Speranta/Rumänien


Dezember 2011
Im Casa Speranta leben im Moment 7 Kinder/ Jugendliche.
Wir haben mit dem Jugendamt Giurgiu einen Vertrag über 3 Jahre ausgehandelt der beinhaltet, dass das Jugendamt ab 1.3.2012 das Casa Speranta mieten darf und somit auch alle Kosten tragen muß. Wir würden dann nur noch für zusätzliches Essen oder pers. Dinge der Kinder Geld benötigen, ca. 400€ im Monat, so denken wir.
Florentina ist wieder zurück gekommen und besucht inzwischen auch wieder die Schule.
Romica hat einige Wochen Urlaub im Casa Speranta bei seiner Familie, verlebt und Florin war auch eine Woche lang dort. Marian wird das Weihnachtsfest im Casa Speranta verleben. So verändert sich alles. Früher wollten die Kinder um jeden Preis zu Weihnachten weg von dort sein, doch es ist halt ihre Heimat......
Vielleicht wollen doch einige der Kinder einen Tages wieder in ihrer Heimat leben, mit einer guten Ausbildung, guten Sprachkenntnissen. Somit würde sich der Kreis dann wieder schließen.
Wir müssen die nächsten 2 Monate ( Rechnungen über 3 Monate) versuchen finanziell noch heil zu überstehen. Die Stromrechnung bereitet uns schon jetzt Kopfschmerzen. Wir brauchen ganz dringend noch Geldspenden. Weihnachtsgeschenke gibt es heuer keine, denn am Konto sind nur noch ca. 1.100 €, unsere halbe Reserve. Ohne unsere zwei Haupt-Sponsoren aus Linz und dem Schweizer Verein „Waisenhaus Speranza, Giurgiu/RO“ würde das Casa Speranta nicht mehr existieren können.

Wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und bedanken uns für die Unterstützung bzw. das Interesse.

Oktober 2011

Wir arbeiten jetzt seit 1989 für die Waisenkinder in Rumänien. Etliche Hilfstransporte haben wir zu den Waisenhäusern in den Süden von Rumänien gebracht, viele tausende Stunden gearbeitet, viele spendenfreudige Menschen kennen gelernt, viele Erfahrungen gesammelt, viele Tränen vergossen, viele leuchtende Kinderaugen gesehen.
2003 kauften wir ein altes Haus in der Stadt Giurgiu und nach der ersten Blitzrenovierung zogen schon die ersten Waisenkinder dort ein. Inzwischen sind "unsere rumänischen Waisenkinder" junge Erwachsene.
Warum wollen sie fort aus Giurgiu/ Rumänien? Weil es dort keine Arbeitsplätze gibt, zu wenig Industrie und Tourismus. Außerdem haben "unsere rumänischen Waisenkinder" keine Eltern oder andere Verwandte die sie behüten, beschützen, leiten, behilflich sind auch im Erwachsenenleben zu bestehen, und wer von uns braucht nicht das auch heute noch?
Somit sehnen sich "unsere rumänischen Waisenkinder" nach ihren Gastfamilien in Österreich, bei denen sie schon oft auf Urlaub waren.
Marian arbeitet inzwischen als Fensterbauer im Land Salzburg,
Romica und Daniel arbeiten im Gastgewerbe im Land Salzburg,
Florin arbeitet am Hof der Gasteltern und verbessert im Familienverband und auf der Abendschule seine Deutschkenntnisse.
Florentina verbessert dzt. auch noch ihre Deutschkenntnisse, demnächst wird sie als Au Pair in die Schweiz gehen.
Mihai wohnt noch im Casa Speranta, er hat noch 2 Schuljahre bis zur Matura vor sich.
Strugurel geht noch zur Abendschule in Giurgiu.
Robert haben wir an seine Familie "verloren". Lt. einigen Berichten soll er in Spanien oder Portugal betteln.
Andrei: Er soll in Italien leben, war unsere letzte Info.

Derzeit wohnen 8 Jugendliche im Casa Speranta. Sie sind froh dort unter gekommen zu sein. Ein kleines Familienleben, doch kein richtiger Ersatz für eine echte Familie, die, nach der sich alle sehnen, ein Kinderleben lang.

Wir haben uns Monat für Monat finanziell durch gekämpft. Das war nur möglich durch viele kleine und größere Spenden. Die Kosten sind enorm, trotzdem wir an allen Ecken und Enden sparen. Der rumänische Staat hat nach wie vor zu wenig finanzielle Mittel um ausreichend für die vielen tausend Kinder zu sorgen. Pflegefamilien geben die Kinder zurück weil sie nicht mehr genug Pflegegeld erhalten, es werden immer mehr Kinder.........
Das nächste Weihnachtsfest kommt bald und uns geht das Geld aus. Wir brauchen dringend Spender!

Letztens sagte Flori zu mir: Marita, vielen Dank, dass du so viel für uns alle getan hast und immer für uns da warst (vor Ort, am Telefon, übers Internet) . Und einige Tage später sagte Marian: Marita, als ich zu arbeiten begonnen habe, da habe ich mir fest vorgenommen dich nie enttäuschen zu wollen.

Die 2 Tage waren wohl Sternstunden für mich und haben mich/uns für die vielen Sorgen rings um das Casa Speranta entschädigt, sie haben die Kraft für die nächsten Jahre gegeben. Ein großes Glück! Doch ohne ausreichende, finanzielle Unterstützung können auch wir nichts tun.

im Garten des Casa Speranta


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